Entwarnung nach Horror-Stau

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Holzkirchen - Auf der Autobahn A8 in Richtung Salzburg ist ein Tanklaster am frühen Donnerstagmorgen umgestürzt. Der Beifahrer kam bei dem Unfall ums Leben. Nach zwölf Stunden Stau ist die A8 wieder frei. ** Aktuelle Verkehrsmeldung **

Der Tanklastzug kam gegen 5.45 Uhr nach der Anschlussstelle Weyarn nach rechts von der Fahrbahn ab und kippte um. Er schleuderte die Böschung hinab und kam seitlich in der angrenzenden Wiese zum Liegen. Der 32jährige Beifahrer wurde aus dem Führerhaus geschleudert und verstarb noch an der Unfallstelle. Der 55jährige Fahrer wurde schwerverletzt per Helikopter in ein Münchner Klinikum verbracht.

Der Gefahrgutsattelzug war beladen mit 10.000 Liter Superbenzin, 4000 Liter Superplus und 20.000 Liter Dieselkraftstoff.

Tanklaster auf der A8 umgekippt

Aus dem beschädigten Anhänger war etwas Benzin ausgetreten. Sonst hielt der mit 25.000 Litern Treibstoff beladene Tank dem Unfall stand.

Autobahn bis Nachmittag gesperrt

Der mit 25.000 Litern Treibstoff beladene Tank hielt dem Crash zum Glück stand.

Dennoch bestand akute Explosionsgefahr. Der gesamte Treibstoff muss umgepumpt werden. Für die Rettungs- und Umleitemaßnahmen waren 177 Mann der Feuerwehren Miesbach, Weyarn, Holzkirchen, Rosenheim, Hausham, Otterfing, Dürnbach und Irschenberg im Einsatz. Vom BRK Miesbach und der Polizei waren je 35 Mann vor Ort. Ferner wurde bei der Autobahnpolizei Holzkirchen der Koordinierungsstab des Landkreises Miesbach einberufen. Herr Dekan Walter Waldschütz war als Notfallseelsorger ebenfalls an der Unfallstelle.

Tanklaster umgekippt

Die Ab- beziehungsweise Umpumpmaßnahmen, unterstützt durch eine Spezialfirma, begannen um 10.30 Uhr und dauerten bis etwa 16 Uhr an. Im Anschluss erfolgte dann noch eine Überprüfung, in wie weit eine mögliche Explosionsgefahr ausgeschlossen werden kann. 

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Autofahrer standen stundenlang bei über 30 Grad im Stau. Gegen 15.15 Uhr wurde dann die Fahrrichtung München wieder freigegeben. Ab etwa 16.15 Uhr sollte auch eine Spur der Gegenrichtung wieder befahrbar sein. Die Sperrung wurde dann jedoch bis gegen 17.30 Uhr verlängert, dann für einen Fahrstreifen aufgehoben.

Es hatte sich ein Kilometer langer Stau an der Unfallstelle gebildet: In Richtung München auf rund 12 Kilometern, in Richtung Salzburg auf rund 8 Kilometern. Eine Frau erlitt in der Hitze einen Kreislaufkollaps. Nach Medienberichten wurde sie mit einem Hubschrauber abtransportiert. Das Bayerische Rote Kreuz rückte aus, um die Menschen mit Getränken zu versorgen.

Derzeit geht man von einem Gesamtschaden mindestens 500.000 Euro aus.

Die Unfallursache war zunächst nicht bekannt. Es wird aber vermutet, dass der Laster ohne Fremdeinwirkung von der Fahrbahn abgekommen ist. Andere Fahrzeuge waren laut Polizei jedenfalls nicht beteiligt.

Quelle: tz online

Quelle: rosenheim24.de

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