Angst in der Region

Coronavirus: "Kaffeesatzleserei" oder doch ein "erhöhtes Risiko"?

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Landkreis - Immer mehr Fälle des Coronavirus werden auch in Europa bekannt. Besonders schwer hat es dabei Italien und Österreich getroffen. Für viele stellt sich nun die Frage, wie sicher es noch ist, in den Faschingsferien in diesen Ländern Urlaub zu machen. Und wie hoch das Risiko ist, dass heimkehrende Urlauber das Virus mit nach Deutschland und die Region bringen? 

rosenheim24.de hat auf den Landratsämtern der Region nachgefragt. Beim Landratsamt Altötting fand man klare Worte, auf die Frage, ob das Amt wegen der Ferien ein erhöhtes Risiko befürchte: "Das ist Kaffeesatzleserei", sagt Klaus Zielinski, Sprecher des Landratsamtes. Für den Fall der Fälle sei man in Altötting vorbereitet, wann und ob dieser eintrete, wisse man aber natürlich nicht. 


Katharina Gschwendtner, Pressesprecherin des Landratsamts Traunstein berichtete auf Anfrage von chiemgau24.de, dass der zuständige Arbeitsstab des bayerischen Gesundheitsministeriums sich am Montag mit der Corona-Lage in Italien befasst habe. Das Gremium habe das Vorgehen der Gesundheitsbehörden für den Fall möglicher Infektionen von Reisenden vorbereitet. Details werden kurzfristig in enger Abstimmung mit den Ärzteverbänden festgelegt. 

Wer in Italien mit einem Coronavirus-Fall persönlich Kontakt hatte, solle sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden. "Alle anderen Reisenden aus italienischen Regionen mit COVID-19-Erkrankungsfällen, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten nach telefonischer Anmeldung und unter Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen", erklärte Gschwendtner weiter. Sie sollten außerdem unnötige Kontakte meiden und zuhause bleiben, empfiehlt das Robert Koch Institut. 


Aus dem Archiv: Pressekonferenz in Traunstein

Kristina Holm vom Landratsamt Mühldorf berichtet, dass durchaus die Möglichkeit bestehe, dass ein erhöhtes Risiko auftritt. Bei weiterer Zunahme der Fälle in Italien und Österreich könne auch die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland in den nächsten Tagen zunehmen. Derzeit seien aber die vom Robert-Koch-Institute angegebenen Risikogebiete noch sehr eingegrenzt. Nicht jeder Urlauber aus Italien und Österreich gehöre als zur gefährdeten Personengruppe. 

Das Gesundheitsamt Mühldorf verfolge die Lage ständig und habe sich mit Schutzausrüstung und Testmaterial auf Infektionsfälle vorbereitet. Es stehe außerdem in engem Kontakt mit der Kreisklinik, um Verdachtsfälle sofort abzuklären. Generell solle man vorsorglich Menschenansammlungen meiden und sich oft die Hände waschen. Auch regelmäßiges Lüften und Hygiene beim Husten helfen, die Übertragung zu vermeiden, hieß es weiter.

Fall aus Siegsdorf noch in den Köpfen

In der Region hatte es bereits den Fall der fünfköpfigen Familie aus Siegsdorf gegeben, die am Abend des 30. Januar in die Klinik nach Trostberg in Quarantäne gebracht worden war. Vier der fünf Familienmitglieder waren mit dem Coronavirus infiziert

Coronavirus im Landkreis Traunstein: Einsatz des BRK in Siegsdorf am 30. Januar

Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger

In diesem Fall konnte allerdings der sogenannte "Patient Null", eine chinesische Mitarbeiterin des Automobilzulieferers Webasto in Stockdorf (Landkreis Starnberg), dem Arbeitgeber des Familienvaters, rasch identifiziert werden. 

Anm. der Red.: Auch bei den Landratsämtern Berchtesgadener Land und Rosenheim hat die Redaktion um Stellungnahmen gebeten. Diese lagen am Donnerstagmorgen allerdings noch nicht vor. Sobald diese vorliegen, wird die Redaktion diese umgehend nachreichen!

jv

Quelle: rosenheim24.de

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