Suche nach Bergsteigern vorerst eingestellt

Garmisch-Partenkirchen - Die Chancen, die beiden seit 29. Dezember vermissten Bergsteiger lebend zu finden, schwinden. Aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen wurde die Suche vorerst unterbrochen.

Die Suchaktionen laufen seit Bekanntwerden der Vermissung am 29. Dezember. Die Einsatzkräfte von Polizei und Bergwacht sind mit größtmöglicher Stärke in dem Gebiet unterwegs.

Bei der Nachschau in der sog. „Biwakschachtel“ am Jubiläumssteig wurde ein schriftlicher Eintrag der beiden Bergsteiger festgestellt. Aus diesem Eintrag war ersichtlich, dass die beiden Bergsteiger am 27. Dezember zur Zugspitze hochgefahren waren und zum Jubiläumssteig abgestiegen sind. Sie hatten für die Tour rund sieben Stunden gebraucht. Sie beschrieben den weiteren Verlauf ihrer Tour derart, dass sie in der Biwakschachtel übernachten und am 28. Dezember zur Alpspitze weitergehen. Das letzte feststellbare Handy-Einloggen geschah am 28. Dezember gegen 08.35 Uhr.

Danach verliert sich die Spur der beiden Vermissten.

Mit dem Eingang der Vermisstenmeldung am 29. Dezember wurden die Suchmaßnahmen eingeleitet. Bergführer von Bergwacht und Polizei suchten mit Unterstützung von Polizeihubschraubern das Gebiet unter erheblicher Eigengefährdung intensiv ab. Das Gebiet weist starke Schneeverfrachtungen und Pressschneefelder auf. Einschließlich des Neujahrstages wurden nochmals alle gefährlichen Stellen im Bereich der möglichen Route aus der Luft und zu Fuß im Gelände abgesucht. In den späten Abendstunden berieten die Suchkräfte das weitere Vorgehen.

Letztlich kamen die Rettungskräfte zu dem Schluss, alles Machbare geleistet zu haben und die Suche wegen der widrigen Umstände, während der Nacht und aktuell herrschen Minus 20 Grad bei starkem Schneefall und ebensolchem Wind, einzustellen. Die Wahrscheinlichkeit, die beiden Vermissten noch lebend finden zu können tendiert gegen Null. Die beiden haben keine feststellbaren Spuren hinterlassen. Die zum Teil expeditionserfahrenen Bergführer im Kreis der Suchkräfte gehen davon aus, dass die Vermissten möglicherweise in den unzugänglichen Nordteil des Jubiläumsgrates abgestürzt sind und unter Schneemassen begraben liegen.

Aufgrund der Gesamtumstände ist es nicht vertretbar, die Suchmaßnahmen aufrecht zu halten. Bei Wetterbesserung wird die Suche wohl wieder aufgenommen werden.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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