Münchner Mörder jammert im Gefängnis

"Ich muss die Handyrechnung meiner toten Frau zahlen!"

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München/Straubing - Robin L. hat im April 2016 im Münchner Stadtteil Gern seine Frau Silvia Z. mit mehreren Messerstichen brutal ermordet. Der heute 43-Jährige sitzt im Knast und beschwert sich nun lautstark:

Wie die Bild-Zeitung und unser Partnerportal tz.de berichten, hat Robin L., der in der Justizvollzugsanstalt Straubing seine lebenslange Haftstrafe verbüßt, jetzt einen dreiseitigen Brief verfasst und an die Bild geschickt. Darin beschäftigt sich der Mörder weniger mit der grausamen Tat, sondern ist stinksauer auf ein Telekommunikationsunternehmen. Denn seine tote Frau Sylvia Z. († 35) hatte dort einen Mitarbeitervertrag für knapp 60 Euro pro Monat. Das Geld dafür wurde zwischen Mai 2016 und Mai 2017 vom Konto des Mörders abgebucht - obwohl die Frau bereits tot war.

"Ich finde es unglaublich, unverzeihlich. Das ist einfach der Wahnsinn", heißt es in dem Brief. Robin L. beschwert sich außerdem, dass sich das Unternehmen in der Werbung als kundenfreundlich ausgebe, aber Geld von einer Toten verlange.

Über die Tat schreibt Robin L. in dem Brief, den Bild in Teilen veröffentlicht hat, dass sie ihm leid tue, dass er sie nicht verstehe und dass er im Gefängnis zu Gott gefunden habe. Über die Unverfrorenheit des Ex-Arbeitsgebers seiner Frau beschwert er sich im Brief mehrfach - dabei dürfte das Unverfrorenste seine Beschwerde selbst sein.

Die Bluttat von Gern aus dem April 2016 ist vielen Menschen übrigens als besonders brutal im Gedächtnis geblieben: Robin L. hatte damals Sylvia Z. († 35) mit mehreren Messerstichen kaltblütig erstochen. Anschließend wollte sich der Mörder mit einem Sturz aus dem Fenster selbst das Leben nehmen. Dieses Vorhaben misslang jedoch.

Quelle: rosenheim24.de

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