Bank kündigt Stellenabbau an

Wird meine HVB-Filiale schließen?

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Landkreis - Die Hypo-Vereinsbank will im Privatkundenbereich bis 2015 rund 1500 Stellen streichen. Besonders hart wird es wohl unsere Region treffen.

Laut Angaben der Gewerkschaft ver.di will die HVB bis 2015 rund 240 von insgesamt 580 Standorten schließen. Allein in Bayern sollen dabei laut Gewerkschaftsangaben schon 1200 Stellen gestrichen werden. Was bedeutet dieser Kahlschlag für die Mitarbeiter und Kunden in unserer Region? 

Auf Anfrage von rosenheim24 teilte Klaus Grünewald von der Gewerkschaft ver.di mit, dass die Verhandlungen derzeit laufen. "Bis zum 30. September verhandeln die Betriebsräte mit den HVB-Bereichsleitern welche Filialen betroffen sind", erklärte der Fachbereichsleiter für Finanzdienstleistungen vom ver.di-Landesbezirk Bayern.

Filialen im ländlichen Raum auf der Streichliste

Die Auswahlkriterien seitens der Unternehmensführung seien derzeit undurchsichtig und nicht linear, so Grünewald. "Zum einen wird es wohl kleine Filialen mit nur zwei bis drei Mitarbeitern auf dem Land treffen", aber auch Filialen im städtischen Bereich, die eng beieinander liegen, etwa in einem Umkreis von 5 Kilometern. Grünewald, der als Arbeitnehmervertreter auch im HVB-Aufsichtsrat sitzt, bezweifelt, ob diese Strategie aufgehen kann. Die Bank könnte damit die Bindung insbesondere an ältere Kunden verlieren, die ihre Filiale vor Ort benötigen.

Blick auf die Filialkarte in unserer Region

Was diese Auswahlkriterien für unsere Region bedeuten, lässt sich bis zum Ende des Entscheidungsprozesses im September nur mutmaßen. Ein Blick auf die Filialkarten (hier in Großansicht) zeigt aber, dass die HVB  nah beieinander liegende Standorte in Neuötting und Altötting hält und auch in Bad Aibling und Kolbermoor.

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Insgesamt gibt es derzeit sechs Filialen in Stadt und Landkreis Rosenheim, fünf Standorte im Landkreis Traunstein, drei Filialen im Landkreis Berchtesgadener Land, zwei im Landkreis Mühldorf sowie fünf im Landkreis Altötting. Geht man von den Zahlen von ver.di aus, wonach knapp 40 Prozent der deutschen Filialen der HVB wegfallen, könnten von diesen 22 Filialen rund acht wegfallen.

Klaus Grünewald rechnet dann auch mit betriebsbedingten Kündigungen, die über einen Sozialplan abgefedert werden. Ein Teil der Mitarbeiter könne vielleicht in den Vorruhestand geschickt werden, jedoch gebe es auch viele Mitarbeiter, die dafür zu jung seien.

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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