Drei Menschen in Starnberg hingerichtet

Gutachten soll Einblicke in Psyche des mutmaßlichen Dreifachmörders geben

Drei Menschen in Starnberg hingerichtet
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Auf einem Foto posiert Max im Internet mit Gasmaske und Gewehr. 

Starnberg - Drei Menschen soll Max B. im Januar in ihrem eigenen Haus hingerichtet haben. Ein Gutachten soll nun Einblicke in die Gründe der Bluttat geben.

  • Am 10. Januar wurden Vincent P. und seine Eltern erschossen
  • Sie wurden in ihrem Haus in Starnberg gefunden
  • Max B. gestand die Tat später, er sitzt nun in U-Haft
  • Ein Gutachten über seine Psyche soll Klarheit schaffen

Drei Menschenleben soll Max B. auf dem Gewissen haben. Der 20-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft, weil er den 21-jährigen Starnberger Vincent P. und dessen Eltern mit Kopfschüssen hingerichtet haben soll.

Ein psychologisches Gutachten soll nun Aufschluss geben darüber, was hinter der Tat stecken könnte, wie die Bild berichtet. Max B. hatte demnach einen Amoklauf im Münchner Shoppingcenter Pasing-Arcaden geplant. Sein Freund Vincent besaß die nötigen Waffen dafür, wollte aber an der Bluttat nicht mehr teilnehmen. Deshalb musste er wohl sterben, heißt es in dem Bericht weiter.


Der Sachverständige berichtete, dass sich der 20-Jährige des Mitwissers entledigen und dessen Waffen unter den Nagel reißen wollte - womöglich um den geplanten Amoklauf alleine durchzuziehen. Weiter sage das Gutachten aus, dass der Tatverdächtige herzlos sei, eine niedrige Aggressionsschwelle habe. Seine Ausbildung habe er wegen zu häufiger Krankheit verloren. Seitdem habe er Computerspiele gespielt, viel Ferngesehen, CBD geraucht und in der Wohnung mit Luftpistolen rumgeballert.

Dabei sei auch Vincent P. oft dabei gewesen. Das spätere Opfer habe Waffen gehortet und einige davon auch bei Max B. gelagert. Er habe seinem mutmaßlichen späteren Mörder sogar mehrfach eine geladene Waffe an den Kopf gehalten, so der Gutachter.

Bluttat in Starnberg - Täter gesteht überraschend

Am Amoklauf habe er dann aber doch nicht mehr teilnehmen wollen. Am 10. Januar habe Max B. seinen Freund daheim besucht, mit ihm in dessen Zimmer gekifft. Als Vincent P. eingeschlafen war, habe er ihn erschossen. Anschließend sei er in das Schlafzimmer der Eltern gegangen und habe auch sie hingerichtet. Er machte sich mit einer AK47, einer MG42, einer P38, einer Muskete und einer Pistole aus dem Dritten Reich davon. Um einen Suizid vorzutäuschen, legte er dem toten Vater noch eine Glock in die Hand.

Vincents und die Leichen seiner Eltern in deren Anwesen gefunden. Zunächst ging die Polizei von einem erweiterten Suizid aus, erst zwei Wochen nach der grausamen Tat wurde Max B. wegen illegalen Waffenbesitzes untersucht. Ganz überraschend gestand er dabei den dreifachen Mord. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Aussagen wollte er nicht mehr.

jv

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