Jetzt geht plötzlich alles ganz schnell

Nach Zugunfall in Soyen: Eisenbahnbundesamt schickt Bescheid

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Der Zugunfall am Donnerstag in Soyen war nicht der Erste, der tödlich endete. Nun allerdings scheint endlich der Bescheid vom Eisenbahnbundesamt unterwegs zu sein.
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Soyen - Die Bürokratie hat ein Ende. Nach dem jüngsten Unfall am Bahnübergang in Hörgen im Gemeindegebiet von Soyen hat das Eisenbahnbundesamt nun den lang ersehnten Bescheid ausgestellt.

Damit ist die nächste Hürde geschafft und einer öffentlichen Auslegung steht nichts mehr im Wege. Wie Soyens Bürgermeister am Samstag gegenüber wasserburg24.de erklärte, kam von Vertretern des Eisenbahnbundesamtes am Freitag eine email, die das Bedauern zum Ausdruck brachte. Zuvor hatte Fischberger nach dem Zugunfall, bei dem am Donnerstag ein 34-jähriger Soyener tödlich verunglückte, eine email an das zuständige Eisenbahnbundesamt geschickt, um nochmals zu verdeutlichen, dass es traurig sei, dass seit Jahren auf den Bescheid gewartet werden müsse. Am Bahnübergang in Hörgen war es bereits das vierte Todesopfer nach Unfällen mit einem Zug und einem Fahrzeug.

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Fast makaber wirkt es daher, dass nach einem weiteren Todesopfer nach Zugunfällen am Bahnübergang in Hörgen nun endlich die Zeit gefunden wurde und der Bescheid zur Post ging.

Der weitere Verlauf

Mit dem notwendigen Bescheid, den das Eisenbahnbundesamt nun ausgestellt hat, beginnt die öffentliche Auslegung. Der Bescheid wird zunächst an die Bahn geschickt, die Öffentlichkeit kann die Planungsunterlagen einsehen und Einsprüche erheben. Danach kann eine Ausschreibung stattfinden, um die Arbeiten zu vergeben.

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Angedacht ist, dass der seit 2007 geschlossene, kaputte Bahnübergang in Mühlthal mit einer Brücke aufgewertet wird. Die Brücke soll dann nach Fertigstellung der Überführung für Autos dienen. Darunter verläuft der Schienenverkehr. Es ist eine Spannbreite der Brücke von neun Metern angedacht, vergleichbar mit der Brücke im Gemeindegebiet Gars im Ort Heuwinkel nahe Mittergars.

Für etliche Bürger ist der nun ausgestellte Bescheid der Beweis, dass die Bürokratie mal zügig - mal langsam - verläuft. "Jetzt geht es plötzlich ganz schnell, das ist wirklich sehr traurig", betonte auch Soyens Bürgermeister Karl Fischberger.

Bereits seit 2007 wird an den Alternativen zu den unbeschrankten Bahnübergängen im Gemeindegebiet Soyen geplant, seit dem Jahr 2013 fehlte es lediglich noch am Bescheid, den das Eisenbahnbundesamt auszustellen hatte. Stets wurden Deutsche Bahn und Gemeinde vertröstet. Nun könnte das Vorhaben noch 2016 realisiert werden.

Quelle: wasserburg24.de

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