Söchtenau: Tiefe Trauer um Unfall-Opfer

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Die Musikkapelle Bad Endorf bei ihrem Auftritt beim gestrigen Endorfer Faschingszug
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Söchtenau - Am Sonntag haben viele Fasching gefeiert, heute trauern die Söchtenauer. Die Gemeinde hat durch einen Unfall einen beliebten Mitbürger verloren. 

Gegen diesen Baum schleuderte der Audi der Söchtenauer

Aus noch nicht geklärter Ursache war der Audi des 45-jährigen Familienvaters am Sonntagabend von der Straße abgekommen und mit der Fahrerseite gegen einen Baum geschleudert. Der Versicherungskaufmann starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Seine Beifahrer, ein 72-jähriger Heizungsbauer und ein 41-jähriger Angestellter, wurden schwer verletzt.

Alle drei Männer stammen aus Söchtenau und waren Musiker bei der Musikkapelle Bad Endorf. Sie befanden sich auf dem Rückweg vom dortigen Faschingszug, bei dem sie mit rund 40 weiteren Musikerkollegen aufgespielt hatten. Der 45-Jährige spielte das Flügelhorn, der 41-Jährige Trompete. Der Älteste des Trios spielte Klarinette. Der 72-Jährige war am Sonntag erst später zum Umzug gekommen,weil er sich am Morgen nicht recht wohlgefühlt hatte.

Die Trauer um den 45-Jährigen ist groß im Ort. Fast jeder kannte ihn. Von klein auf war er in der Gemeinde und in den Vereinen engagiert gewesen: So spielte er zum Bespiel im Fußballverein, war einst Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr, las am Sonntag die Lesung in der Kirche. Ein Bekannter: "Es hat ihn einfach ein jeder gemocht. Er war ein freundlicher und geselliger Mensch. Wir sind alle sehr bestürzt." Die Nachricht vom verhängnisvollen Unfall hatte sich am Morgen im Ort wie ein Lauffeuer verbreitet. "Wir sind fassungslos. Er war einer unserer beliebtesten und besten Musiker", sagte Josef Schlosser, Leiter der Musikkapelle Bad Endorf, zu den OVB-Heimatzeitungen.

Niemand kann sich erklären, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Die Straßen- und Witterungsverhältnisse sollen zur Unfallzeit gut gewesen sein. Alkohol am Steuer schließen die Musiker-Kollegen des Verstorbenen aus. Er habe sich extra als Fahrer angeboten, weil er wegen eines wichtigen geschäftlichen Termins am Montag ohnehin nicht habe trinken wollen, sagen sie. "Vielleicht hat ihn etwas geblendet? Vielleicht ist ein Tier über die Straße gelaufen?" Gutachten zum Unfall und die Aussagen der beiden überlebenden Autoinsassen sollen das Geschehen nun klären.

Das ganze Mitgefühl der Dorfgemeinschaft gilt nun der Witwe, ihren drei Kindern im Altern von 8 bis 14 Jahren, den Eltern des Getöteten sowie den Familien der beiden beim Unfall verletzten Männer.Nach Angaben der Polizei sind sie trotz ihrer schweren Verletzungen nicht mehr in Lebensgefahr.

Fasching: Tödlicher Unfall bei Söchtenau

ck/ro24

  

Quelle: rosenheim24.de

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