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Wasserburg hat jetzt einen "Fletzi"

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Wasserburg - Bei den Grabungsarbeiten auf dem ehemaligen Fletzinger-Areal wurde ein Skelett gefunden. Ein Skelett, das die Umschreibung der Stadtgeschichte veranlasst.

„Es ist eine Sensation! Zwar war uns schon längere Zeit bewusste, dass Wasserburg eine historische Vergangenheit hat, doch mit solch einem Fund hätte niemand gerechnet“, staunte Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, als er vor den Resten eines noch sehr gut erhaltenen Skeletts stand, dass vor ein paar Tagen auf dem ehemaligen Fletzinger-Areal in der Wasserburger Altstadt gefunden wurde.

Seit mehreren Monaten laufen auf dem Gelände, wo eigentlich bereits ein Investor mehrere Eigentumswohnungen bauen wollte, die Grabungsarbeiten. Zwar war es schon vor Beginn der Planungen bekannt, dass sich unter der Erdoberfläche das ein oder andere Denkmal befinden könnte, doch mit diesem Fund hat niemand gerechnet. Direkt neben der Fletzingergasse, in der Grabungsparzelle Nummer 24 fanden die Archäologen vom Münchner Landesamt für Bodendenkmäler ein Skelett: „Fletzi“ - wie er bisher liebevoll genannt wird!

Skelettfund in Wasserburg

Um wen es sich dabei handelt, könne zur Zeit noch nicht sicher gesagt werden, die Forscher aus München gehen nach ersten Erkenntnissen aber davon aus, dass der ca. 1,84m große Mann Verbindungen zum „Grafen von Ebersberg“, welcher im 10. Jahrhundert lebte, haben solle. Vereinzelte keramische Scherben, und auch die Zusammensetzung des Kalk-Betons der Stadtmauern sprechen dafür.

Besonders auffallend an den Grabungen ist auch, mit welcher Sorgfalt bereits damals, vor über 1000 Jahren gebaut worden ist. Neben einem Brunnen, einer Latrine, und einer noch älteren Stadtmauer, konnten Anzeichen für einen früheren Hochwasserschutz gefunden werden.

Was mit dem Skelett, welches aufgrund des säurearmen Erdreichs noch sehr gut erhalten ist passieren wird, steht derzeit noch aus. Zunächst wird es näher untersucht, vor allem die Zähne spielen bei den weiteren Untersuchungen eine große Rolle. Hier lässt sich neben dem Alter auch das Ernährungsverhalten des ca. 30-40 Jahren alten Mannes bestimmen.

Bis voraussichtlich Ende Juli sollen die Grabungen abgeschlossen und dokumentiert sein, denn dann beginnt der Bau des geplanten Mehrfamilienhauses. Die alten Stadtmauern werden wohl einer Tiefgarage weichen müssen.

Trotz des geplanten Abrisses geht dieser Fund in die Geschichte Wasserburgs ein, denn damit ist bewiesen, dass es bereits weit vor der ersten Urkundlichen Erwähnung in Wasserburg Menschen gelebt haben.

EVOY Media UG

Quelle: rosenheim24.de

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