Betrunkener baut schweren Lkw-Unfall auf A8 bei Siegsdorf

Polizei: "Es stank im Führerhaus wie in einer Schnapsbrennerei"

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Siegsdorf - Am späten Dienstagnachmittag ist ein betrunkener Fahrer mit seinem Lastwagen von der A8 abgekommen und hat damit einen schweren Unfall verursacht. Jetzt sind weitere schockierende Details ans Licht gekommen.

Nachdem sich die Polizei nach Eintreffen am Einsatzort ein Lagebild verschafft hatte und festgestellt hatte, dass der slowenische Lkw-Fahrer (42) bei dem Crash nur leicht verletzt wurde, erkannten die eingesetzten Beamten auch rasch, dass Mann höchstwahrscheinlich unter Alkoholeinfluss stand.

"Die Kollegen haben dann erkannt, dass der Fahrer stark nach Alkohol riecht. Dieser Verdacht hat sich nach einer entsprechenden Messung auch bestätigt", erklärte Richard Altmutter von der Verkehrspolizei Traunstein im Interview. Altmutter sah sich anschließend auch selbst im Führerhaus des havarierten Lastwagens um. Dabei sah der Polizist auch mehrere leere Bierdosen. "Es stinkt da drin, wie in einer Schnapsbrennerei", so Altmutter weiter.

Der Fahrer hatte angesichts der Schwere des Unfalls Glück im Unglück. Dieser Meinung war auch der Verkehrspolizist: "Gott sei Dank wurde der Lkw-Fahrer nur leicht verletzt und es ist sonst niemand zu Schaden gekommen. Es hätte auch ganz leicht ganz anders ausgehen können."

Schwerer Lkw-Unfall auf A8 bei Siegsdorf

"Einsatzstelle nur schwer erreichbar"

Auch für den Rettungsdienst war der Einsatz alles andere als einfach. "Die Einsatzstelle war wegen der Baustellensituation nur schwer für uns zu erreichen. (...) Die Anfahrt gelang zum Teil nur entgegen der Fahrtrichtung", sagte Jakob Goess, der Einsatzleiter des Rettungsdienstes. Zwischen Siegsdorf und Bergen ist der gesamte Verkehr derzeit auf die Fahrbahn Richtung München verlagert.

Bei dem Unfall am Dienstag, 14. Mai, gegen 17.30 Uhr war der Lastwagen in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Siegsdorf-West und Bergen von der A8 abgekommen und über die Böschung hinunter gekippt. Das Fahrzeug blieb seitlich und stark beschädigt im Straßengraben liegen. Daraufhin lief ein Einsatz mit zahlreichen Kräften von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei an. Auch die Bergung des Lastwagens aus dem engen Baustellenbereich gestaltete sich schwierig. Die Autobahn war bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch, 15. Mai, gesperrt.

mw

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © FDL/Lamminger (Montage)

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