Sieben Millionen Zigaretten geschmuggelt

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Augsburg - Wegen Zigaretten-Schmuggels in großem Stil hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage gegen zwei Männer und eine Frau erhoben.

Den 38 und 49 Jahre alten Männern aus Rumänien und der deutschen Ehefrau des älteren Angeklagten werden gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Als Mitglieder einer mindestens zehnköpfigen rumänisch-deutschen Bande sollen die drei Angeklagten im Zeitraum von September 2007 bis Oktober 2009 knapp sieben Millionen Zigaretten aus der Ukraine und Serbien zunächst nach Rumänien und später nach Deutschland geschmuggelt haben.

Laut Anklage wurden allein im Jahr 2009 in 22 Fällen über 7500 Stangen Zigaretten ohne Zollanmeldung mit Lastwagen nach Deutschland eingeführt und in eine Lagerhalle in Ingolstadt gebracht. Die Schmuggelware war vermutlich hinter Tarnladungen versteckt worden. Von Ingolstadt aus sollen die Zigaretten an die Hauptabnehmer im Raum Augsburg verteilt worden sein. Der Schaden durch vorenthaltene Tabaksteuer beträgt nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund eine Million Euro.

Der 38-Jährige soll als einer der Hauptorganisatoren in der Bande für die Einfuhr der Zigaretten nach Deutschland verantwortlich gewesen sein. Die beiden Mitangeklagten sollen als Zwischenhändler im Augsburger Raum Zigarettenbestellungen gesammelt und die Verteilung der geschmuggelten Ware organisiert haben. Alle drei wurden den Angaben zufolge im Oktober 2009 festgenommen. Der auf drei Tage angesetzte Prozess vor dem Landgericht Augsburg beginnt am kommenden Montag (12. Juli).

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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