Wenn Nebel uns das Fahren schwer macht

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Landkreis - Auf der A94 in Nebelschwaden versunken? Im Berchtesgadener Land die Hand vor Augen nicht mehr erkannt? Am Chiemsee nur noch grau gesehen? Einige Tipps für Autofahrer:

Was ist Nebel eigentlich und wie entsteht er?

Das Wort "Nebel" ist verwandt mit dem lateinischen Wort nebula und das bedeutet Wolke. Eigentlich ist Nebel nichts anderes, als eine Ansammlung von feinen Wassertröpfchen, die sich dicht am Erdboden befindet. Nebel und Wolken entscheiden sich einfach nur dadurch, dass Wolken eben nicht im Bodenkontakt stehen. Ihre Entstehung ist im Grunde aber identisch: durch Kondensation. Warme, feuchte Luft kühlt ab und kann den Wasserdampf nicht mehr halten - also wird er abgegeben.

Es gibt verschiedene Nebelarten. Momentan ist es der sogenannte Strahlungsnebel, der uns beim Autofahren zu schaffen macht. Der entsteht, wenn nachts die Luft nah am Boden stark auskühlt und die Feuchtigkeit nicht mehr halten kann. Die dabei entstehenden Miniaturtröpfchen schweben geradezu über dem Boden und erscheint uns als Frühnebel.

Nebelschlussleuchte: Nicht alles ist erlaubt

Die roten kleineren Nebelschlussleuchten sollen dafür sorgen, dass die Fahrer hinter Ihnen Sie besser sehen können. Aber ihr Einsatz ist nicht zu jeder Zeit erlaubt. Die Leuchten bei leichtem Nebel auf Verdacht einfach mal einzuschalten, empfiehlt sich also nicht. Der Grund: Es wird als störend bewertet, wenn man längere Zeit hinter einem Auto herfahren muss, welches die Leuchten angeschaltet hat. Laut ADAC sind sie bei nur leichter Sichtbehinderung zu hell und auffällig, lenken somit zu sehr vom Rest des Verkehrsgeschehens ab. Es gilt daher folgendes:

Außerhalb einer geschlossenen Ortschaft darf die Schlussleuchte eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite wegen Nebels unter 50 Metern liegt. Allerdings gilt in dem Fall dann auch eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h!

Sichtweite - Wie erkenne ich die und wie schnell darf ich dann fahren?

Orientieren Sie sich an den seitlichen Leitpfosten. Die stehen im Abstand von 50 Metern, auf den Bundesstraßen können auch nur 25 Meter zwischen den Pfosten liegen. Können Sie auf der Autobahn also nur den nächsten Pfosten erkennen, dürfen Sie nicht mehr als 50 km/h fahren. Liegt die Sichtweite darunter, wird empfohlen, nicht mehr schneller als 25 oder 30 km/h zu fahren. Mit bis zu 80 km/h dürfen sie fahren, wenn Sie gute 100 Meter weit sehen können. Tempo 100 sollte nicht überschritten werden, wenn die Sichtweite unter 150 Metern liegt.

Scheinwerfer putzen

Es klingt banal, aber viele vergessen das: Nur, wenn unsere Lichter schön gereinigt sind, erstrahlen sie auch in ausreichend hellem Glanz. Da reicht es laut ADAC auch nicht, nur die Gläser vor dem Licht zu wischen. Auch die Leuchten selbst können hin und wieder geputzt werden. Übrigens ist es auch wichtig, die Fensterscheiben am Fahrzeug regelmäßig auf ihre Sauberkeit zu prüfen. Selbst gut sehen zu können ist eben genauso wichtig, wie gesehen zu werden!

Und grundsätzlich gilt natürlich wie immer: defensiv fahren, Fuß vom Gas, viel Abstand zum Vordermann halten und sich nicht zu sehr von Radio, Hörbuch oder Mitfahrern ablenken lassen!

ds

Quelle: rosenheim24.de

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