Wohnmobil-Crash: Fahrer war besoffen

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Neukirchen - Nach dem schweren Wohnmobil-Unfall sah es auf der A8 aus wie auf einem Schlachtfeld. Jetzt kam heraus: Der Fahrer war besoffen und hatte keinen Führerschein.

Am Mittwoch, 10.04.2013, gegen 17.55 Uhr, kam es auf der BAB A8, Fahrtrichtung München, etwa zwei Kilometer vor der Anschlußstelle Traunstein zu einem schweren Verkehrsunfall. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein Fiat-Wohnmobil auf der linken Spur und kam in einer langgezogenen Rechtskurve ins Schleudern. Das Fahrzeug, besetzt mit drei Personen im Alter von 66, 64 und 45 Jahren, schleuderte über die rechte Fahrspur an eine angrenzende Böschung. Durch den Anstoß wurde der Aufbau der Wohnmobils abgerissen und blieb völlig zerstört mittig auf der Autobahn liegen. Das Wohnmobil selbst kam an der Böschung zum Stehen.

Die im Fond sitzende Ehefrau des Fahrers aus Wien wurde - entgegen ersten Angaben der Presseagentur Aktivnews, die von "schwersten Verletzungen" gesprochen hatte - nur mittelschwer verletzt und kam mit dem BRK ins Krankenhaus nach Traunstein. Der 66-jährige Fahrer des Wohnmobils war alkoholisiert und ist zudem nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis. Er und die auf dem Beifahrersitz sitzende Tochter blieben unverletzt. Das hat die Polizei in einer Pressemeldung mitgeteilt.

Schwerer Unfall auf der A8

Die Feuerwehr Neukirchen unterstützte mit zwei Fahrzeugen und 16 Mann die Bergungs- bzw. Aufräumarbeiten der Autobahnmeisterei und des Abschleppdienstes. Während der Unfallaufnahme durch die Verkehrspolizei und den Reinigungsarbeiten war die Fahrbahn in Richtung München bis ca. 20 Uhr komplett gesperrt. Es bildete sich laut Polizei ein Stau von etwa zehn Kilometern Länge. Auch der linke Fahrstreifen in Richtung Salzburg war während der Rettungsarbeiten, zu denen auch der Rettungshubschrauber vor Ort war, bis ca. 19 Uhr gesperrt.

redch24/VPI Traunstein

Quelle: BGland24.de

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