Bauer vor Amtsgericht Traunstein

Schwein über Wochen schwer verletzt: Landwirt verurteilt

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Traunstein - Erneut kam ein Fall von Tiermisshandlung vor das Amtsgericht: Nun wurde ein Bauer verurteilt, weil eines seiner Schweine wohl über Wochen gebrochene Beine hatte. 

Ende August 2018 lieferte ein Bauer aus dem nordwestlichen Landkreis Traunstein eines seiner Schweine im Schlachthof in Landshut ab. Bei der Lebendschau fielen der Tierärztin schon Blutungen im Beckenbereich auf. Bei der späteren Fleischuntersuchung durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurde schließlich festgestellt, dass beidseitig eine ältere Oberschenkelfraktur vorlag

Laut Staatsanwaltschaft müssen die zwischenzeitlich wieder verheilten Brüche der beiden Hinterbeine schon einige Wochen zurückgelegen sein. In der Anklage wird aufgeführt, dass dies dem Landwirt hätte auffallen müssen, weil das Tier wohl nicht mehr aufstehen konnte und lahmte. Der Landwirt wurde nun wegen Tiermisshandlung verurteilt. Laut Trostberger Tagblatt muss er eine Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro zahlen. 

Schon 2018 vier Fälle der Tiermisshandlung vor Amtsgericht

Auch die Tierschutzorganisation Peta schaltete vor kurzem die Justiz ein: Ihr wurde ein Video zugespielt, in dem angeblich zu sehen sei, wie ein Bauer aus dem Gemeindebereich von Teisendorf versucht, eine Kuh mit dem Frontlader seines Traktors aufzurichten.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Friso Gentsch

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