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Mecklenburg-Vorpommern

Ministerpräsident Sellering tritt von allen Ämtern zurück

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Neuer Urheberrechtsvertrag

Aus für "Schultrojaner"

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München - Die umstrittenen Pläne zur Registrierung von urheberrechtlich geschützten Werken auf Schulcomputern mit Hilfe von „Trojanern“ sind vom Tisch.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder schloss am Donnerstag mit dem Verband Bildungsmedien sowie den Verwertungsgesellschaften VG Wort, VG Bild-Kunst und VG Musikedition einen neuen Urheberrechtsvertrag. Danach können Lehrer ihren Schülern Inhalte aus Büchern sowie Musiknoten künftig nicht nur als Papierkopie, sondern auch digital zur Verfügung stellen, teilte die KMK am Donnerstag nach einem Treffen in Bonn mit.

Die Lehrer hätten nun eine sichere Rechtsgrundlage. Die von den Verlagen vorgesehenen Kontrollen seien endgültig vom Tisch, sagte Bayerns Kultus-Amtschef Peter Müller. Dafür werden die Länder im kommenden Jahr neun Millionen Euro zahlen, eine halbe Million Euro mehr als bisher vorgesehen. Nach dem Vertrag dürfen Lehrer ab 2013 bis zu 10 Prozent, maximal aber 20 Seiten, eines urheberrechtlich geschützten Werkes einscannen, die Texte selbst nutzen und sie auch an die eigenen Schüler weitergeben.

Die Kultusminister wollen künftig Leistungen von Schülern, die außerhalb des Unterrichts erbracht werden, stärker anerkennen und zum Teil auch durch Lehrer bewerten lassen. Dabei geht es unter anderem um die Teilnahme an Wettbewerben und Praktika oder Leistungen in Musik- und Kunstschulen. Anerkennung finden soll auch soziales und ehrenamtliches Engagement, ebenso auch die Lernbegleitung und Unterstützung jüngerer Schüler.

Der KMK-Präsident und Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) sagte: „Für junge Menschen ist es wichtig, dass ihre Lernerfahrungen und Leistungen möglichst umfassend anerkannt werden. Das schließt das Engagement außerhalb von Unterricht und Schule ein.“

Neuer Präsident der Kultusministerkonferenz wird 2013 Stephan Dorgerloh (SPD) aus Sachsen-Anhalt. Neben Rabe werden ihm als Vizepräsidenten Sylvia Löhrmann (Grüne/Nordrhein-Westfalen) und Brunhild Kurth (parteilos/Sachsen) beiseite stehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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