Immer weniger Schulabbrecher in Bayern

München - Die Zahl der Schulabbrecher in Bayern ist stark gesunken - doch trüben einige Landkreise und Städte mit extrem hohen Abbrecherquoten das positive Bild.

Nach einer am Freitag in Gütersloh vorgestellten Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung hatten 2009 nur noch sechs Prozent der bayerischen Schulabgänger keinen Abschluss in der Tasche. Bayerns Schulen schnitten damit besser ab als der Bundesdurchschnitt mit einer Schulabbrecherquote von sieben Prozent.

In der ersten Hälfte des Jahrzehnts schafften laut einer damaligen Studie noch gut zehn Prozent aller bayerischen Kinder keinen Schulabschluss. Die Autoren nehmen dazu in der aktuellen Studie aber nicht ausdrücklich Stellung. Nach den Zahlen der Bertelsmann-Stiftung gibt es allerdings - wie in anderen Bundesländern auch - extreme Abweichungen vom Mittelwert - und zwar sowohl nach oben wie nach unten. Bayernweiter Negativ-Spitzenreiter ist Kempten, wo 2009 laut Studie ein Fünftel aller Schulabgänger (20,2 Prozent) keinen Abschluss schaffte.

Auf Platz zwei lag Straubing mit einer ebenfalls sehr hohen Schulabbrecherquote von 18,3 Prozent, gefolgt von der Stadt Hof mit 17,6 Prozent. Doch auch die Kommune mit der niedrigsten Zahl aller Schulabbrecher liegt in Oberfranken: Im Kreis Bayreuth gingen nur 1,9 Prozent der Jugendlichen ohne Abschlusszeugnis von der Schule. In unmittelbarer Nachbarschaft, in der Stadt Bayreuth, dagegen waren es 12,3 Prozent. Ein Sprecher des Kultusministeriums führte den stark verbesserten Durchschnittswert auf die Anstrengungen der Staatsregierung bei der individuellen Förderung zurück. Die großen regionalen Unterschiede müssten genauer analysiert werden, sagte er.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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