Der Platzl-Hirsch verkauft heuer Hendl-Pflanzerl im Hippodrom

Schuhbeck zieht auf die Wiesn

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Alfons Schuhbeck verkauft heuer Hendl-Pflanzerl in Sepp Krätz' Hippodrom.

Platzl-Hirsch Alfons Schuhbeck expandiert. Zumindest um ein paar Meter. Das Platzl mit den sechs Schuhbeck’schen Adressen Südtiroler Stuben, Orlando, Kochschule, Eissalon, Gewürz- und Schoko-Laden ist ihm zu eng geworden.

Alfons Schuhbeck zieht’s auf die deutlich weitläufigere Theresienwiese! Auf der Wiesn 2008 logiert der Meisterkoch mit einem 2,50 Meter langen Standl in Sepp Krätz’ Hippodrom-Zelt.

In der knallroten Fassade links vom Haupteingang richtet Schuhbeck gerade den Grill für seine neueste kulinarische Erfindung ein: Hendl-Pflanzerl im Weckerl. Und nicht nur draußen, auch im Zelt mischt der Küchen-Zampano mit: Die Wiesn-Hendl im Hippodrom sind heuer mit Schuhbecks Brathendl-Gewürz verfeinert. Auch die Hendl-Pflanzerl (um 4,50 Euro) können die Gäste gemütlich drinnen verspeisen, die Bedienungen holen die „bayerischen Burger“ auf Wunsch frisch vom Schuhbeck-Grill. Letzeren bedient der Meister zumindest teilweise selbst. „Am Eröffnungs-Samstag bin ich auf jeden Fall da“, verspricht Schuhbeck. Er wird mit Schlagersängerin Claudia Jung das erste Fass anzapfen. Und auch in den folgenden 15 Wiesn-Tagen will Schuhbeck möglichst oft in seiner neuen Eigenschaft als Beschicker auf die Wiesn.

Die Hauptarbeit macht er aber schon vorher. Bis das Pflanzerl so schmeckt, wie sich’s der Chef vorstellt, kann’s nämlich dauern. „Ich verwende reines Hähnchen-Fleisch, das grob durchgedreht wird“, sagt er. Dazu Petersilie, Rosmarin, Ingwer für die Bekömmlichkeit und Chili für den Pepp. Die Prototypen seiner Pflanzerl sind Schuhbeck noch ein bisserl zu fest, da muss er noch tüfteln. Auch Bäcker Hans Sickinger von der gleichnamigen Würmtaler Bäckerei wird noch so manche Stunde in der Backstube verbringen, bis Schuhbeck die Weckerl für gut genug befindet. Außen kross, innen luftig, damit der Hendl-Geschmack nicht zu kurz kommt.

Ob Alfons Schuhbeck für seine Platzhirsch-Verhältnisse auf der Wiesn nicht zu kurz kommt? Ein 2,50-Meter-Standl ist ja ausbaufähig … „Im Moment denke ich nicht über ein eigenes Geschäft auf der Wiesn nach. Ich bleib dem Platzl treu.“

Und Sepp Krätz? Duldet der Erfolgs-Wirt einen Partner solchen Kalibers an seiner Seite? „Freilich, ich hab’s dem Alfons doch angeboten.“ Zwei Platz-Hirsche im gleichen Revier – ob die Wiesn groß genug für sie ist?

Quelle: Oktoberfest live

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