Motiv Frust: Schüler gesteht Messerattacke

Würzburg - Er hat einen ihm völlig fremden Mann mit einem Messer schwer verletzt, jetzt steht ein 18-Jähriger in Würzburg vor Gericht. Zum Prozessauftakt legte der Schüler ein Geständnis ab. Das Motiv:

Er hat aus Frust zugestochen: Mit einem Geständnis begann vor dem Landgericht Würzburg der Prozess gegen einen Schüler, der auf einen ihm unbekannten Mann eingestochen hatte. Er habe den Mann nicht töten wollen, versicherte der Angeklagte am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft wirft dem zum Tatzeitpunkt 18- Jährigen versuchten Totschlag vor.

Nach Erkenntnissen der Anklagebehörde hatte der junge Mann dem Opfer in Würzburg wortlos ein Messer in den Bauch gerammt. Die beiden kannten sich nicht, auch einen Streit oder ein Gerangel soll es nicht gegeben haben. Der 64-Jährige war zuvor aus einem Lokal gekommen.

Er habe die Tat begangen, weil er frustriert gewesen sei, berichtete der Angeklagte nun. Er habe sich zuvor mit Freunden und mit dem Vater eines Freundes gestritten. Zugleich entschuldigte er sich bei seinem Opfer, das die Messerattacke nur dank einer Notoperation überlebt hatte.

Der Angeklagte ist bereits mehrfach ins Visier der Justiz geraten. 2006 musste er wegen gefährlicher Körperverletzung soziale Hilfsdienste leisten, im Frühjahr 2008 stand er wegen eines Drogendelikts vor Gericht. Im November 2009 wurde der Schüler wegen Sachbeschädigung zu einem Freizeitarrest verurteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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