Besonderer Einsatz am Königssee

Wasserwacht sichert Glasfaserkabel-Verlegung ab

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Mit einer Fähre und zwei Zugbooten wurde das Glasfaserkabel im Königssee versenkt. Die Wasserwacht begleitete die Aktion in sicherem Abstand.
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Schönau am Königssee - Es war ein nicht alltäglicher Einsatz für die Wasserwacht Berchtesgaden. Die Verlegung eines Glasfaserkabels durch den Königssee zu begleiten, war für den technischen Leiter Franz Kurz sehr spannend.

Mit einer Fähre und zwei Zugbooten sind am Donnerstag (13. Juni) auf acht Kilometern Länge rund acht Tonnen Glasfaserkabel im Königssee versenkt worden. Die Firma Vodafone will damit dem Breitbandausbau gerecht werden. Für alle Fälle sicherte die Wasserwacht die aufwendige Aktion ab.

"Es war mal was ganz anderes", bestätigt der technische Leiter der Wasserwacht Berchtesgaden, Franz Kurz, im Gespräch mit BGLand24. "Ich war begeistert, wie die das gemacht haben." Das Glasfaserkabel beziehungsweise der Lichtwellenleiter wurde von einem Richtfunkmast bei Salet am Südufer des Sees über eine Länge von ungefähr acht Kilometern bis zur Werft der Königssee-Schifffahrt im Norden verlegt und musste dabei fachgerecht im See verankert werden.

Mit nötigem Sicherheitsabstand beobachten

Die Verlegung des Glasfaserkabels im Königssee verlief reibungslos.

Franz Kurz und seine drei Kollegen begleiteten die Aktion in einem Sicherheitsabstand von zehn bis 50 Metern. "Mit Booten kann immer etwas passieren", weiß der Pensionist. "Die Arbeiter waren aber mit Westen und einem Schutzgitter gut abgesichert." Dennoch kann es immer passieren, dass jemand über Bord geht oder ein anderer Arbeitsunfall passiert.

"Bei einem typischen Wasserunfall gehen zwei Retter ins Wasser und bringen den Verunfallten zum Boot. Dort führen wir die nötigen Rettungsmaßnahmen durch", beschreibt Kurz den Ablauf. "Auch bei einem Arbeitsunfall auf dem Boot würden wir die Erstversorgung übernehmen und gegebenenfalls einen Notarzt nachalarmieren."

Franz Kurz war begeistert, wie die Verlegung des Glasfaserkabels in den Königssee ablief.

In diesem Fall hatte die Wasserwacht Glück und musste nicht eingreifen. Auch nicht als kurz vor der Insel Christlieger noch eine neue Trasse in Angriff genommen werden musste. "Es war sehr interessant zu sehen, wie so etwas abläuft", berichtet der technische Leiter der Wasserwacht. Obwohl die Aktion einen Tag in Anspruch nahm, war es für ihn nicht schwierig, sein Team zusammenzustellen. "Eine Kollegin konnte Überstunden abbauen, ich bin schon in Pension." So schafft es die Wasserwacht Berchtesgaden auch, die Termine unter der Woche abzudecken.

Auch bei 'Lena Lorenz' im Einsatz

Denn beispielsweise auch bei Film-Dreharbeiten wie bei Lena Lorenz wird Unterstützung der Wasserwacht gebraucht, wenn an einem See oder Fluss gedreht wird. "Wir sind im ganzen inneren Landkreis zuständig", steckt Franz Kurz das Einsatzgebiet ab. "Ein bis dreimal im Jahr werden wir zur größeren Einsätzen nach Freilassing oder Bad Reichenhall alarmiert."

Damit sie im Fall der Fälle immer sofort reagieren können, üben die Wasserwachtler acht bis zehn Mal die Menschenrettung aus dem Wasser. Außerdem gibt es eine regelmäßige theoretische Ausbildung und die Schwimmausbildung in der Watzmanntherme.

Im Fall des Einsatzes für Vodafone waren die Wasserretter nur Zaungäste. Als im April zwei 21-Jähriger Sachsen in einer Gumpen des Königsbachfalls ertranken, war es unter anderem die Wasserwacht Berchtesgaden, die bei der Bergung half.

cz

Quelle: BGland24.de

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