Almabtrieb per Landauer über den Königssee

"Do gehns wieda hoam" 

+
Almabtrieb 2017 über den Königssee
  • schließen

Schönau am Königssee - Wenn der Sommer vorbei ist, dann heißt es für die Senner und ihre Kühe Abschied nehmen von der Alm. Dann geht es wieder ab nach Hause auf den Hof und in den heimischen Stall. Ist den Sommer über kein Unglück geschehen, dann werden die Tiere festlich geschmückt:

Der 24. August wird bekanntermaßen auch der Bartholomäus-Tag genannt. Dieser Tag ist für die Sennerinnen und Senner der Tag, an dem alles für den Almabtrieb vorbereitet wird. Ab dann wird fleißig an den sogenannten "Fuikln", dem Kopfschmuck für die Kühe und den "Latschenbüschen" für die Kälber gewerkelt. Auf der Alm und auf dem Hof.

Da gehns wieda hoam... Almabtrieb übern Königssee

Ein Beitrag geteilt von BGLand24.de (@bgland24) am

Rund 25 bis 30 Tage, bzw. rund 60 Arbeitsstunden braucht man zum Beispiel für eine Fuikl aus einem Tannengipfel bestehend aus einem Tannengipfel mit vier zusammen gebundenen Kränzen, die zusätzlich auch noch mit bunten Sternen aus Holzspänen geschmückt werden.

Almabtrieb über den Königssee

Almabtrieb 2017 über den Königssee

Neigt sich der Sommer dem Ende, dann finden bis circa Anfang bis Mitte Oktober im Bergland zahlreiche Almabtriebe statt. Ein ganz besonderer ist der Almabtrieb über den Königssee. Die Saletalm am Südufer des Königssees und die Fischunkelalm am Süd-Ostufer des Obersees sind auf dem Landweg nicht bzw. nur sehr mühsam über das Gebirge zu erreichen. Der einfachste Weg für Mensch und Tier führt über den Königssee. Wurden die Kühe früher noch per Muskelkraft über den See gerudert, geht es seit rund 100 Jahren per Motorkraft über das Wasser

Mit sogenannten Landauern, also Transportschiffen mit einem ebenen Boden und flachem Zustieg, werden die Kühe und Almleute von der Seelände bis ans Ostufer des Königsees gebracht. Rund 30 Kühe sind es, die so jedes Jahr zur Sommerfrische auf die Alm, bzw. wieder zurück in den heimischen Stall transportiert werden. Diese Tradition ist übrigens einzigartig im gesamten Alpenraum.

"Do gehns wieda hoam"

Geschmückt werden die Tiere übrigens traditionsgemäß erst dann, wenn sie den Bootstrip hinter sich und wieder festen Boden unter den Füßen haben. Und nur, wenn der Almsommer glücklich verlaufen ist. "Do gehns wieda hoam"heißt es dann wieder bis zum nächsten Frühling.

Bildergalerie: "Do gehns wieda hoam" 

Neben dem Almabtrieb über den Königssee finden im Berchtesgadener Land noch viele weitere tolle Almabtriebe statt.

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser