Schmallenberg-Virus hat Bayern erreicht

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Ein neugeborenes gesundes Lamm.

Gemünden - Bayerns Bauern sind in großer Sorge: Das Schmallenberg-Virus, hat den Freistaat erreicht.  Der Erreger führt bei Rindern, Schafen und Ziegen zu Totgeburten und Missbildungen. 

Zum ersten Mal in Bayern ist das für Rinder und Schafe tödliche Schmallenberg-Virus festgestellt worden. Wie das Landratsamt Main-Spessart am Donnerstag mitteilte, wurde die Infektion bei einer Schafherde in Gemünden offiziell bestätigt. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen habe in Organen eines toten Lamms den Krankheitserreger gefunden. Darüber hinaus gibt es in Unterfranken zwei weitere Verdachtsfälle. Die Ergebnisse der Untersuchungen erwartet das Landratsamt in Karlstadt in den kommenden Tagen.

Das Virus befällt Rinder, Schafen und Ziegen. Als Überträger gilt die Stechmücke. Die Schafe haben sich also wahrscheinlich bereits im vergangenen Jahr angesteckt. Während die Muttertiere gesund sind, kommt der Nachwuchs entweder tot oder missgebildet auf die Welt. Für Menschen ist der Erreger nicht gefährlich.

Nach der Ausbreitung des im Sommer 2011 entdeckten Schmallenberg-Virus in Europa hatten Bayerns Behörden vor knapp einer Woche eine großangelegte Überwachungsaktion gestartet. Deutschlandweit sind nach Angaben des Friedrich-Löffler-Institutes vom Donnerstag Tiere aus 240 Betrieben betroffen, darunter vor allem Schafe.

dpa

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