Jagdtag auf der Insel Herrenchiemsee

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Chiemsee - Für die Reiter war es ein Jagdtag wie aus dem Bilderbuch: 70 Amazonen und Reiter eilten am Sonntag kreuz und quer durch den Park und das um das Schloss herum.

Ein Jagdtag wie aus dem Bilderbuch. Ca. 70 Amazonen und Reiter jagen hinter den 40 englischen Foxhounds des Schleppjagdvereins von Bayern e.V. kreuz und quer durch den Park um das Schloss König Ludwigs II. – dem bayerischen Versailles.

Gut 20 Kilometer anspruchsvolles Geläuf mit ca. 40 Hindernissen, aufgeteilt in acht Schleppen. Mehr als 2000 Zuschauer aus aller Welt, in Kutschen oder zu Fuß, erleben hautnah das mitreißende Geschehen – begleitet von den klassischen Signalen der Chiemgauer Jagdhornbläser „Bien Aller Baviére“ und eingebunden in den Herbstzauber von Schloss, See und Alpenpanorama.

Seit dem 12. Oktober 1990 darf die Meute des Schleppjagdvereins von Bayern auf der Insel die künstliche Duftspur verfolgen und simuliert hier die über Jahrhunderte alte Tradition der Fürstlichen Parforcejagd. Bereits zum 25. Mal führt der Präsident und Master des Vereins, Toni Wiedemann, die Meute und leitet zusammen mit Dr. Rainer Grassler die Jagd. Schirmherr dieser Veranstaltung ist bereits zum 3. Mal der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer.

Es sind für die Reiter unvergessliche Augenblicke, wenn bei der letzten Schleppe die Jagdgesellschaft auf der Allee vom See zum Schloss galoppiert, jubelnd von den Zuschauern empfangen wird. Glückselige Gesichter der Aktiven beim Halali, die Hunde erhalten ihr Curée (in Form von Rinderpansen) als Belohnung und der Master Toni Wiedemann überreicht den Reitern ihren Jagdknopf und den Buch aus Eichenlaub: „Waidmannsheil und Waidmannsdank!“

Nach dem Versorgen der Pferde und der Hunde folgt der traditionelle Empfang im Wintergarten des neu renovierten Schlosshotels.

Herrenchiemsee, das ist ein voller Jagdtag. Die ersten Gespanne setzen schon um 7.30 Uhr über, exakt nach Plan. Reiter und Gäste erwartet ein gemütliches Jagdfrühstück – man kennt sich und freut sich aber auch über neue Gesichter. Die Jagdhörner rufen zum Aufbruch: 11 Uhr Stelldichein vor der Kapelle des alten Schlosses. Begrüßung, Pferdesegnung und ab zum ersten Aufgalopp. Beim großen Stopp trifft man sich wieder zu einer wohlverdienten Pause.

Die Jagd ist immer auch ein gesellschaftlicher Höhepunkt – ein herzliches Miteinander in jagdreiterlicher Zusammengehörigkeit. In seinem Grußwort dankt Toni Wiedemann den Reitern für ihr Kommen und jagdgerechtes Reiten, den Sponsoren für die Unterstützung und der Bayerischen Verwaltung für Schlössen Garten und See für die kooperative Zusammenarbeit.

Beim Ausklang der Jagd auf Gut Ising  dankte Master Toni Wiedemann den Sponsoren, der Fürst Fugger Privatbank Augsburg, vertreten durch Direktor Dr. Hans Jörg Schreiweis und der Nürnberger Versicherung, Niederlassung Bayern. Des Weiteren dankte der Master dem Inhaber von Gut Ising, Konstantin Magalow, für die Kooperation.

Mehr über den Schleppjagdverein und sein Jahresprogramm finden sie auf der Homepage des Vereins unter schleppjagd.de

Quelle: Pressemitteilung Schleppjagdverein von Bayern e.V.

Quelle: chiemgau24.de

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