Event-Stadel beschäftigt am Dienstag das Münchener Verwaltungsgericht

"Bussi-Schorschi" verklagt Landkreis

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Ist von der Richtigkeit seines Tuns absolut überzeugt: Unternehmer Georg Weiß junior.

Schechen - Gleich mit zwei Klagen vor dem Verwaltungsgericht wehrt sich Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi" gegen Bescheide des Landratsamtes.

Gleich mit zwei Klagen vor dem Verwaltungsgericht wehrt sich Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi" gegen Bescheide des Landratsamtes, die im Zusammenhang mit der umstrittenen Errichtung eines Event-Stadels auf seinem Firmengelände in Wurzach in der Gemeinde Schechen stehen.

Juristisch zu Felde zieht er gegen die vom 23. April dieses Jahres ausgesprochene Nutzungsuntersagung für kommerzielle Veranstaltungen in dem Gebäude. Sie beruht vor allem darauf, dass sich die Baugenehmigung auf eine Nutzung als Lagerhalle beschränkt. Wie berichtet, hatte der Juniorchef der Baumschule Weiß den Antrag auf Neubau einer Lagerhalle gestellt, nachdem ein Brand die bestehende zerstört hatte.

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Zur Wehr setzt sich der Kläger darüber hinaus gegen einen weiteren Bescheid des Landratsamtes vom 14. März dieses Jahres, in dem ihm ein Zwangsgeld von 3000 Euro angedroht worden war. Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts München muss bei der am kommenden Dienstag, 24. Juli, um 9.15 Uhr beginnenden Verhandlungsrunde darüber befinden, ob diese Androhung rechtens war. Auch sie steht im Zusammenhang mit der Errichtung des Event-Stadels, die zu einem seit Monaten andauernden heftigen Streit zwischen Weiß und der Gemeinde geführt hatte.

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Die Gemeinde wirft Weiß vor, sich bei der Bauausführung nicht an der Baugenehmigung orientiert zu haben. Um die deswegen entstandenen Irritationen auszuräumen, hat nach Auskunft von Michael Fischer, dem Pressesprecher des Landratsamtes, am 13. Februar dieses Jahres ein Gespräch mit Weiß in der Behörde stattgefunden. Man habe sich darauf geeinigt, dass Weiß binnen eines Monats einen Tekturantrag stelle und die notwendigen Unterlagen vorlege. "Anfang März hat er dann Unterlagen eingereicht, die nach unserer Auffassung nicht einmal den Mindestanforderungen der Bayerischen Bauordnung entsprechen", so Fischer. Sie hätten für die Prüfung der Frage, ob der Event-Stadel nachträglich genehmigungsfähig sei, nicht ausgereicht.

Als die beim Gespräch im Februar vereinbarte Monatsfrist verstrichen war, ohne dass Weiß ergänzende Unterlagen nachgereicht hatte, erstellte das Landratsamt am 14. März einen neuen Bescheid. Weiß wurde nochmals eine Frist von drei Wochen zur Nachreichung von Unterlagen eingeräumt. Käme er dieser Aufforderung nicht nach, werde ein Zwangsgeld von 3000 Euro fällig, schrieb die Behörde.

Weiß kam ihr nicht nach, sondern wählte den Rechtsweg. Sollte das Verwaltungsgericht am Dienstag entscheiden, dass der Bescheid vom 14. März rechtsgültig ist, hat der Unternehmer dann wiederum drei Wochen Zeit, die geforderten Unterlagen nachzureichen. Es sei denn, die juristische Auseinandersetzung geht weiter.

tt/Oberbayerisches Volksblatt

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Quelle: rosenheim24.de

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