Tetrafunk: „Man ist nicht begeistert“

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Mit einer Fotomontage verdeutlichte der Förderverein, wie der Hochriesgipfel nach Errichtung eines Funkmastens aussehen könnte.

Samerberg/Frasdorf – Die Diskussion in der Bevöllkerung um den Standort für den Tetrafunk auf der Hochries reißt nicht ab. Noch hoffen die Gemeinden auf einen gemeinsamen Standort an der Bergbahn:

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Das geringere Übel wählen – das wäre der Wunsch der Gemeinde Samerberg, wenn es um die Platzierung des geplanten Tetrafunk-Sendemasten auf der Hochries geht. Das geringere Übel wäre dem Bürgermeister von Samerberg, Georg Huber, nach eine in den bereits bestehenden Antennenwald an der Hochriesbergbahn integrierte Antenne, mit einer Höhe von etwa zehn Metern. Besser als ein großer alleinstehender Mast, wenige Meter neben dem Antennenwald, im Staatsforst in der Gemeinde Frasdorf.

Dieser Meinung ist nicht nur die Gemeinde Samerberg. Auch die Frasdorfer Bürgermeisterin, Marianne Steindlmüller, mit Gemeinderat spricht sich für eine Integration eines kleinen Masten in den Antennenwald aus: „Lieber rüsten wir einen Funkmasten auf, statt mehrere kleine (bis zu 5 Stück) im Staatsforst zu platzieren. Ein einziger großer Sendemast sei ohne Baugenehmigung gar nicht möglich und diese würde auch nicht erteilt werden, so Steindlmüller weiter.

Strahlung zu gefährlich?

Doch auch die Integration in den Antennenwald ist vielen Samerbergern, vor allem den Anwohnern in Grainbach, nicht recht. Ihnen sei die Strahlung zu gefährlich, so Franz Knarr von der Hochries-Bergbahn GmbH. Dass eine Antenne genauso strahle wie ein eigenständiger Sendemast, streitet Knarr auch nicht ab, auch Bürgermeister Huber nicht. Allerdings habe die Kommune wenig Einfluss: „Der Tetrafunk kommt, das hat der Freistaat Bayern beschlossen und setzt die Gemeinden damit unter Druck. Jetzt wollen wir wenigstens das geringere Übel wählen und die Funktechnik in den Antennenwald integrieren. Deshalb sind wir noch lange kein Freund von Tetrafunk, auch ich nicht“, erklärt Huber.

"Geld spielt keine Rolle"

Hier gehe es vor allem um den Naturschutz. Die Hochries sei ein landschaftlich sensibler Standort, so Huber weiter. Geld spiele „Gott sei Dank“ keine Rolle: „Die Hochriesbahn gehört zum Teil uns. Allerdings sind die 5000 Euro im Jahr, die die Gemeinde für den Sendemasten erhalten würde, kein Kriterium. Die anderen Mobilfunkunternehmen (E-Plus, Telekom etc.) zahlen wesentlich mehr und sichern den Erhalt der Hochriesbahn bereits ab!“ Das bestätigt auch Franz Knarr: „Wir brauchen die 5000 Euro nicht. Es geht um die sinnvolle Platzierung der technischen Einrichtung, die daraufhin geprüft werden muss, ob sie gebraucht wird, was sie für einen Nutzen hat und wie schädigend sie ist.“ Bis dahin wird die Zeit knapp. Im Laufe des ersten Halbjahres 2013 sollen alle Standorte in Bayern ausgebaut und der Tetrafunk einsatzbereit sein.

Blick von und auf die Hochries:

Bilder von der Hochries

Quelle: rosenheim24.de

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