Landtagswahl: Wie funktioniert´s?

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Rosenheim/München - Die Wahlen zum 17. Bayerischen Landtag stehen an. Wer mitspielt und wer wen wählen darf erfahren Sie hier. Interessierte können sich auch eine Ausstellung dazu ansehen:

Der Bayerische Landtag – ein gängiger Begriff in den Nachrichten. Allerdings ist oft nicht ganz klar, was der Bayerische Landtag eigentlich ist und wofür seine Mitglieder verantwortlich sind. Welche Parteien spielen also derzeit im Landtag eine Rolle und wie wird die anstehende Landtagswahl am 15. September 2013 über die Bühne gehen? Wir klären Sie auf:

Wie es derzeit im Landtag aussieht:

Bei der Landtagswahl vor 5 Jahren, im Jahr 2008, verlor die CSU unter Ministerpräsident Günther Beckstein erstmals nach 46 Jahren die absolute Mehrheit. Die CSU ging daraufhin mit der FDP eine Koalition ein und stellte nach dem Rücktritt von Beckstein mit Horst Seehofer weiterhin den Ministerpräsidenten. Erstmals zogen bei dieser Wahl auch die Freien Wähler mit in den Landtag ein. Zusammen mit der SPD und den Grünen bilden sie die Opposition im Landtag.

Während sich diese Parteien im Bayerischen Landtag befinden (davon 187 Abgeordnete), gibt es noch weitere, die bei der nächsten Wahl gerne einziehen würden. Dazu zählen: Die Linke, Piratenpartei Deutschland, Ökologisch-Demokratische Partei und Bayernpartei.

Wer darf wählen?

Bis es soweit kommt, müssen erst einmal die Wähler ran. Das sind alle, die am Wahltag 18 Jahre oder älter sind, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Außerdem müssen Bürger vor der Wahl bereits drei Monate lang in Bayern wohnen.

Wie funktioniert´s?

Bei der Wahl kommt es dann auf ihre Erst- und Zweitstimme an. Mit der Erststimme wählen Sie den Kandidaten, sie sich im jeweiligen Wahlkreis direkt für ein Mandat im Landtag bewerben. Diese sollen später die Interessen ihres Kreises in besonderer Weise im Landtag einbringen. Der Kandidat mit den meisten Stimmen bekommt den Platz. Mit der Zweitstimme wird ein Bewerber oder eine Bewerberin auf der Wahlkreisliste gewählt. Auch diese Wahlkreislisten werden von den Parteien (oder Wählergruppen) aufgestellt. Der Wähler kann seine Stimme auf der Wahlkreisliste aber auch nur einer bestimmten Partei geben. In diesem Fall verzichtet er auf die Möglichkeit, die von der Partei vorgegebene Reihenfolge der Kandidaten zu verändern.

Was der Bayerische Landtag macht:

Ist die Wahl vorbei und sind die stärksten Parteien bestimmt, geht die Arbeit erst so richtig los. Dem Landtag obliegt an oberster Stelle der Beschluss von Gesetzen und die Abstimmung über den Haushalt des Freistaates. Er wählt unter anderem auch den Bayerischen Ministerpräsidenten und bestätigt die Mitglieder der Bayerischen Staatsregierung, die er im Anschluss auch kontrolliert.

Die beiden großen Parteien SPD und CSU haben ihre Ministerpräsidenten-Kandidaten für die anstehende Wahl bereits nominiert. Während für die CSU erneut der amtierende Ministerpräsident, Horst Seehofer, ins Rennen geht, kandidiert für die SPD der Münchener Oberbürgermeister, Christian Ude. Die SPD strebt eine Dreierkoalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern an. Diese halten sich wiederum eine Koalition mit der CSU als auch mit SPD und Grünen offen.

Ausstellung zum Bayerischen Landtag:

Interessierte können sich bei noch offenen Fragen auch in die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling in der Kufsteinerstraße begeben. Hier wird am Montag, 28. Januar, um 19 Uhr eine Wanderausstellung mit dem Thema „Der Bayerische Landtag“ eröffnet. Sie ist bis einschließlich 02. Februar in der Kundenhalle zu besichtigen.

kmr/Bayerischer Landtag/Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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