Zoll nahm Baubranche genau unter die Lupe

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Rosenheim - Der Rosenheimer Zoll führte in den letzten Tagen erneut Schwerpunktprüfungen in der Baubranche durch. Fast 2000 Personen wurden dabei genauer befragt:

Im gesamten Südosten Oberbayerns überprüften fast 90 Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit über 110 Unternehmen und führten etwa 2.000 Personenbefragungen durch. Nach ersten vorliegenden Erkenntnissen lagen in mehr als 230 Fällen Anhaltspunkte für Gesetzesverstöße vor. In 76 Fällen wurden möglicherweise Sozialabgaben nicht bezahlt.

Zudem ergaben sich häufig Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz, wie zum Beispiel Unterschreitung des gesetzlichen Mindestlohns. Die weitere Palette reichte von unerlaubter Arbeitnehmerüberlassung bis hin zu Leistungsmissbrauch und Meldepflichtverletzungen. Aufgrund der Anhaltspunkte werden derzeit noch weitere Prüfungen durchgeführt. Sollten hier Verstöße festgestellt werden, kommt es zu weiteren straf- bzw. bußgeldrechtlichen Maßnahmen.

Gegen drei Bauarbeiter wurden bereits Verfahren wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet. Zwei beschuldigte ausländische Arbeitnehmer mussten inzwischen auf Anordnung der Ausländerbehörden Deutschland wieder verlassen. Die von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung besonders betroffenen Branchen bleiben weiterhin im Fokus des Zolls. Solche verdachtslosen Schwerpunktprüfungen sind Präventivmaßnahmen, die einen hohen Prüfungsdruck auf gesetzesuntreue Unternehmen und Arbeitnehmer ausüben.

Pressemeldung Hauptzollamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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