Mehr Flüchtlinge, aber weniger Schleuser erwischt

Rosenheimer Bundespolizei im Dauerstress

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Derzeit befinden durchgängig sich zwischen 200 und 300 unerlaubt Eingereiste in einer Turnhalle des Rosenheimer Bundespolizeistandorts. Die Einsatzkräfte sind vorrangig mit der Registrierung der Personen beschäftigt.

Rosenheim - Am Wochenende stellte die Bundespolizei fast 1.000 illegale Grenzübertritte fest. Die Registrierung nimmt dann viel Zeit in Anspruch - und etwas anderes kommt zu kurz:

Die Bundespolizei ist am Wochenende aufgrund der massenhaften unerlaubten Einreisen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet ununterbrochen gefordert gewesen. Von Freitag bis Sonntag (16. August) hat die Rosenheimer Inspektion insgesamt rund 930 illegale Grenzübertritte festgestellt. Die meisten der unerlaubt eingereisten Personen stammen aus Eritrea und Syrien.

Herausragende Feststellungen machte die Bundespolizei in Rosenheim in verschiedenen Fernverkehrszügen aus Italien beziehungsweise Österreich. Beispielsweise trafen die Beamten bereits Freitagnachmittag in einem EuroCity aus Verona auf 90 unerlaubt Eingereiste. Rund 120 waren es am Samstag in einem EuroCity, der ebenfalls in Verona startete. Am Sonntag nahmen die Bundespolizisten in einem EuroNight aus Wien etwa 70 Zugreisende, die ohne die erforderlichen Einreisepapiere unterwegs waren, in Gewahrsam.

Unerlaubt Eingereiste provisorisch in Sporthalle untergebracht

Diese, wie auch alle anderen unerlaubt Eingereisten wurden in einer Sporthalle provisorisch untergebracht und mit Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes versorgt. Bevor sie zur Aufnahmestelle in München weitergeleitet werden konnten, wurden ihre Personalien und Fingerabdrücke gespeichert. Die Rosenheimer Inspektion wird hierfür mittlerweile von einer verstärkten Hundertschaft der Bundesbereitschaftspolizei unterstützt.

Das durchgängige Registrieren immer neuer unerlaubt eingereister Großgruppen bleibt für die Bundespolizeiinspektion Rosenheim nicht ohne Folgen: Während im Juni noch etwa 70 Schleuser im Rahmen der Grenzfahndung festgenommen werden konnten, waren es im Juli nicht einmal mehr 40. Dieser Trend wird sich nach ersten Einschätzungen der Rosenheimer Bundespolizei auch im August fortsetzen, da auch die Einsatzkräfte durch das aufwändige Erfassen voraussichtlich weiterhin gebunden sein werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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