Bundespolizei im Dauerstress

Über das Wochenende 500 illegale Grenzübertritte

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Rosenheim - Die Bundespolizei hat in den vergangenen Tagen zahlreiche unerlaubt einreisende Personen abgefangen. Viele kamen dabei nicht per Auto ins Land.

Am Montagmorgen haben sich rund 170 unerlaubt eingereiste Personen im Gewahrsam der Rosenheimer Bundespolizei befunden. Es handelt sich überwiegend um Menschen aus afrikanischen Ländern, die nicht über die erforderlichen Papiere für den Aufenthalt in Deutschland verfügen.

Mit Fernreisezug aus Italien gekommen

Über das Wochenende verteilt hat die Bundespolizei im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets insgesamt über 500 illegale Grenzübertritte verzeichnet. Die meisten von ihnen wurden in grenzüberschreitenden Zügen festgestellt. Alleine in einem Fernreisezug aus Italien, der Sonntagnachmittag in Rosenheim ankam, trafen die Bundespolizisten auf 120 unerlaubt Eingereiste, die den EuroCity in Richtung München verlassen mussten. Der Zug konnte die Fahrt mit einer Verspätung von über einer halben Stunde fortsetzen.

Eigenen Angaben zufolge stammen die Personen unter anderem aus Eritrea, Syrien, Gambia, Marokko, Mali und dem Sudan. Mit großen Polizeibussen wurden die Personen zur Dienststelle der Bundespolizei gefahren, um sie dort versorgen und registrieren zu können. Ihre vorübergehende Unterbringung konnte in einer Turnhalle gewährleistet werden.

In Obhut der Jugendämter gegeben

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Männer und Frauen an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Mehrere Minderjährige, die ohne Eltern oder Verwandte unterwegs waren, konnten der Obhut der zuständigen Jugendämter anvertraut werden.

Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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