Geschenke aus Amerika? Tipps vom Zoll

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Rosenheim - In der Vorweihnachtszeit werden über das Internet viele Geschenke aus der ganzen Welt bestellt. Bei Nicht-EU-Staaten ist dann immer der Zoll mit im Spiel!

Jetzt in der Vorweihnachtszeit werden über das Internet wieder viele Geschenke aus der ganzen Welt bestellt. Kommt die Postsendung aus einem Land, das nicht der EU angehört, also aus einem sog. Drittland, ist automatisch auch der Zoll mit im Spiel. Damit das Geschenk dann auch pünktlich unterm Christbaum liegt, hier einige Tipps vom Zoll:

Achten Sie darauf, dass Sie nichts bestellen, was Verboten und Beschränkungen unterliegt. Im Postverkehr zählen dazu unter anderem Arzneimittel (auch sog. „Lifestyle-Produkte“), gefälschte Markenartikel oder Waren, die dem Artenschutz unterliegen. Außerdem sollte immer eine Handelsrechnung mit dabei sein. Kann ein Paket durch die Post nicht direkt zugestellt werden, weil nicht alle für eine direkte Zustellung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (z.B. Wertermittlung nicht möglich), landet es automatisch bei dem für den Wohnort des /der Empfängers/in zuständigen Zollamt. Wenn Sie hierüber eine Benachrichtigung von der Post erhalten, sollten Sie nicht zu lange warten, bis Sie Ihr Paket beim Zoll abholen, denn nach zwei Wochen wird eine Postsendung automatisch an den Absender zurückgeschickt.

Um die Zollabfertigung möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen, lesen Sie den Inhalt der Benachrichtigung zuvor genau durch, denn darin finden Sie bereits Hinweise, was Sie beim Zoll vorlegen müssen. In der Regel handelt es sich um geeignete Nachweise über die Kosten für die bestellte Ware. Am besten ist natürlich, wenn Sie die Rechnung dabei haben. Notfalls reicht auch ein Zahlungsnachweis aus (z.B. ein Konto- oder PayPal-Auszug).

Einfuhrabgaben fallen immer dann an, wenn der Warenwert der Sendung über 22 Euro liegt. Anders verhält es sich bei einer Geschenksendung von einer/einem Angehörigen. Naturgemäß wird ja dafür nichts bezahlt. Allerdings sind auch hier Wertgrenzen zu beachten. Beträgt der Wert des Geschenks über 45 Euro, müssen trotzdem Einfuhrabgaben gezahlt werden. Die Wertermittlung erfolgt in der Regel mittels einer sog. Zollinhaltserklärung des Absenders. Weitere Informationen über die zollrechtlichen Bestimmungen im Postverkehr finden Sie unter www.zoll.de. Die Zuwachsraten bei Bestellungen über das Internet sind enorm. Allein die vier Zollämter im Bezirk des Hauptzollamts Rosenheim haben im vergangenen Jahr mehr als 35.000 Postsendungen abgefertigt.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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