Bereits vier Fälle im südlichen Landkreis Ebersberg

Meningokokken auf dem Vormarsch - Auch Gefahr für den Landkreis Rosenheim?

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Ebersberg/Rosenheim - Im südlichen Landkreis Ebersberg ist derzeit die Gefahr vor einer Meningokokken-Infektion groß. Was bedeutet das für die Rosenheimer, die dort arbeiten, zur Schule oder in den Kindergarten gehen?

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gab dazu eine Pressemeldung heraus, in der über die gefährliche Erkrankung Meningokokken informiert wird. Durch eine Meningokokken-Infektion kann eine Meningitis und eine Blutstrominfektion entstehen. Ein 13-jähriges Mädchen aus dem Landkreis München erkrankte bereits an Hirnhautentzündung, ebenso wie vier Menschen aus dem Landkreis Ebersberg. "Es ist wichtig, dass Eltern den Impfstatus bei ihren Kindern überprüfen lassen. Bei Kindern und Jugendlichen, die noch nicht gegen Meningokokken C geimpft sind,sollte dies umgehend nachgeholt werden. Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere Menschen", wird Andreas Zapf, Präsident des LGL, in der Mitteilung zitiert.

Kostenlose Impfungen

Wenn es nach dem LGL-Präsidenten ginge, sollte jedes Kind eine Meningokokken C-Imfpung erhalten. In ganz Bayern gab es bisher neun Erkrankungsfälle. In Oberbayern sind bereits mehrere Fäll bekannt geworden, allein im südlichen Landkreis Ebersberg, der an den Landkreis Rosenheim angrenzt, gab es bisher vier Infektionsfälle. Im Zeitraum von März bis August 2019 sind dort vier junge Personen "an schweren Verlaufsformen einer Meningokokken-Sepsis erkrankt", wie es in der Pressemeldung des LGL heißt.

Dr. Hermann Büchner, Leiter des Gesundheitsamts Ebersberg erklärte im Gespräch mit rosenheim24.de, dass es sich bei allen fünf bekannten Fällen um Menigokokken des Typs C handle. Eine einzige, ursprüngliche Quelle für die Erreger zu finden, sei wohl nicht möglich, da auch gesunde Menschen diese übertragen können, ohne je selbst an Meningitis zu erkranken. Wenn die Erreger dann Menschen mit einem schwächeren Immunsystem erreichen, können diese erkranken.  

Jeder im Alter von 15 bis 24 Jahren, die im südlichen Landkreis Ebersberg arbeiten oder leben können sich kostenlos im Gesundheitsamt gegen die verheerende Krankheit impfen lassen. 

Wie Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, gegenüber den OVB-Heimatzeitungen erläuterte, gebe es bisher keine Kranlheitsfälle in und um Rosenheim. Doch rät er denjenigen, die im südlichen Landkreis Ebersberg tätig seien oder dort zur Schule oder Kindergarten gehen, über eine Impfung nachzudenken. Besonders betroffen seien Kleinkinder im Alter von ein bis zwei Jahren und Teenager im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. In diesen Altersgruppen seien bisher die meisten Personen erkrankt.

ics

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Fotomontage: picture alliance / dpa (Symboldbild) // picture alliance / Sophia Kembowski/dpa (Symbolbild)

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