Nach Angriff auf Polizeibeamte am Sonntag:

Rotlicht-Razzia in Rosenheim - Polizei im Video-Interview

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Razzia im Rosenheimer Rotlicht-Milieu - Polizei durchsucht Bordell
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Rosenheim - Etliche Kriminalbeamte und Streifenwagenbesatzungen waren am Mittwochabend an einer Kontrollaktion in einem Bordell in der Rosenheimer Innenstadt beteiligt **NEU: VIDEO**

Update 14.30 Uhr: Pressesprecher Stefan Sonntag im Video-Interview

Update 10.45 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am Sonntagmorgen (27.08.2017) war ein 31-jähriger Mann in der Münchener Straße vorläufig festgenommen worden. Die Betreiberin eines Bordells hatte die Polizei gerufen, weil es mit dem 31-Jährigen einen Streit gegeben hatte. Im Auto des Mannes lagen auf dem Beifahrersitz ein Messer, ein Hammer und ein weiteres Werkzeug, der Fahrer war außerdem alkoholisiert. 

Während der Festnahme auf offener Straße kam eine Gruppe aus 25 bis 35 Personen hinzu, deren Mitglieder die Polizeibeamten erst bedrängten und provozierten, dann sogar angingen. Nur durch den Vorhalt der mitgeführten Maschinenpistole und durch lautstarke Warnungen konnten die Beamten verhindern, dass der festgenommene 31-Jährige von der Gruppe befreit und die Polizisten selbst nicht attackiert wurden. Mehrere Personen aus der Gruppe konnten identifiziert werden, es handelt sich dabei um amtsbekannte Männer aus Rosenheim und dem Landkreis. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruchs, Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

Bilder vom Polizeieinsatz in der Münchener Straße am Mittwoch

Polizeipräsidium bittet um Hinweise

Die Identitäten der meisten Tatverdächtigen stehen jedoch noch nicht fest, weshalb die Rosenheimer Kriminalpolizei nach Zeugen sucht, welche den Übergriff beobachtet haben oder die sonst Angaben zur Sache machen können. Hinweise werden unter der Telefonnummer (08031) 2000 an die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim erbeten.

Ziel der Kontrolle in dem Bordell war zum einen die Überprüfung der Frauen, die dort arbeiten und die Überprüfung des Betriebes, zum anderen aber auch, Informationen zu den Hintergründen und den Zusammenhängen des Übergriffs vom Sonntag zu erlangen.

Null Toleranz gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Volker Klarner (Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim)

Polizeioberrat Volker Klarner, seit vier Wochen Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, äußert sich dazu unmissverständlich: „Wir überwachen die Szene in Rosenheim genau und bekämpfen gemeinsam mit der Kripo Rosenheim Straftaten in dem Milieu mit aller Konsequenz. Menschenhandel, Zwangsprostitution, sexuelle Ausbeutung, Zuhälterei, illegales Glücksspiel und alle Formen von Straftaten mit Milieubezug stoßen bei uns auf null Toleranz. Übergriffe, wie der vom Sonntagmorgen auf meine Kolleginnen und Kollegen, darf es in Rosenheim nicht geben! Wir setzen alles daran, die Verantwortlichen und alle Beteiligten zu ermitteln.“

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Erstmeldung Mittwoch 22.11 Uhr:

Gegen 21 Uhr rückten rund ein Dutzend Einsatzfahrzeuge der Rosenheimer Polizei zu einer Razzia eines Bordells an der Ecke Münchener Straße /Papinstraße an. Die Münchener Straße war für rund eine halbe Stunde komplett gesperrt. Nach der Durchsuchung der Räumlichkeiten durch Beamte der Kriminalpolizei, wurde laut ersten Informationen von vor Ort ein Computer sichergestellt. Zudem wurden mehrere Personen von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag, auf Nachfrage von rosenheim24.de vor Ort mitteilte, war der Bordell-Betrieb den Ermittlern der Kriminalpolizei bereits vergangenen Sonntag ins Auge gefallen. Am frühen Morgen seien dort Polizisten der Inspektion Rosenheim von rund 30 Personen bei einer Routine-Kontrolle derart bedrängt und bedroht worden, dass sich die Beamten nur noch mit Hilfe der gezogenen Dienstwaffe Abstand verschaffen konnten. Hinzugerufene Kräfte hätten die Situation anschließend unter Kontrolle bringen können, so Sonntag zu rosenheim24.de.

Quelle: rosenheim24.de

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