Schiri Thomas K. leidet auch drei Jahre nach Attacke noch:

"Ich hoffe, dass niemandem so etwas passiert!"

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GSA Helmut Riedl, GSO Sepp Kurzmeier, Schiedsrichter Thomas K. und GSA Manfred Stahlbauer (von links) bei der Übergabe des Spendenschecks.
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Rosenheim - Auch fast drei Jahre nach der brutalen Attacke auf einen Schiedsrichter leidet der Betroffene noch immer unter den Folgen. Finanziell griffen ihm seine Kollegen nun unter die Arme:

Es ist nun schon fast drei Jahre her, als sich das Leben von Schiedsrichter Thomas K. entscheidend veränderte. Am 3. Oktober 2012 leitete er in der Innflutmulde das A-Klassen-Spiel zwischen dem FC Iliria und dem ESV Rosenheim. Als den Gästen in der Nachspielzeit der 2:2-Ausgleich gelungen war, eskalierte die Situation und der Referee wurde von einem bereits ausgewechselten Spieler des FC Iliria brutal niedergeschlagen.

K. war kurzzeitig bewusstlos und erlitt bei der Attacke bleibende Schäden, unter anderem einen irreparablen Gehörschaden. Nicht nur, dass er seinem Hobby nicht mehr nachgehen kann, hat er durch die Verletzungsfolgen bis heute und wohl auch in Zukunft große Schwierigkeiten bei der Berufsausübung.

Der Haupttäter – ein weiterer „Brutalo-Spieler“ hatte auch den Trainer des ESV Rosenheim angegriffen – wurde in der Zwischenzeit nach zwei Prozessen zu 19 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt und vom Bayerischen Fußball Verband (BFV) auf Lebenszeit für Fußballspiele gesperrt. Dabei kam dem 37-jährigen Täter zugute, dass er 5.000 Euro an den Geschädigten zahlte. Ansonsten wäre eine längere Gefängnisstrafe wohl unumgänglich gewesen.

Alles zum Skandal-Spiel:

Doch das gezahlte Geld reicht hinten und vorne nicht für die Behandlungskosten von Thomas K., dem durch die eingeschränkte Berufsausübung auch weitere finanzielle Engpässe entstanden sind. Deswegen haben seine Schiedsrichterkollegen von der Gruppe Chiem nun eine Spendensammlung initiiert, bei der insgesamt 2.800 Euro zusammengekommen sind. Die Unparteiischen spendeten dazu einen Teil ihrer Spesen aus Spielleitungen, außerdem beteiligten sich auch die Gruppen Inn (Landkreis Mühldorf/Altötting) und Ruperti (Landkreis Traunstein/BGL) an der Aktion. Durch eine Spende des TuS Großkarolinenfeld, einem Zuschuss aus der BFV-Aktion „Gemeinsam und Fair“ und einer Nikolaus-Aktion kam letztlich der stattliche Betrag zustande, der dem Kameraden Thomas K. nun übergeben wurde und der die entstandene Not ein klein wenig lindern helfen soll.

„Ich möchte mich bei euch allen sehr herzlich bedanken. Besonders bei Obmann Sepp Kurzmeier, der sich in den vergangenen Jahren sehr für mich eingesetzt hat“, sagte Thomas K. vor den versammelten Kollegen, die ihm anschließend minutenlang applaudierten. Abschließend fügte er hinzu: „Ich hoffe und wünsche euch, dass niemand von euch so etwas erleiden muss, was mir passiert ist!“

mw

Quelle: rosenheim24.de

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