SPD und Kufsteins Bürgermeister ziehen an einem Strang

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die SPD- Kreistagsfraktion sucht in der Mautdiskussion den Schulterschluss mit dem Tiroler Nachbarn. Von links Werner Gartner, stell. Landrätin Alexandra Burgmaier, Bürgermeister Kolbermoor Peter Kloo, SPD-Fraktionsführer Ralf Wieser, SPÖ-Obmann Rudolf Wehr, Landratskandidat Alexander Molitor, Kufsteiner Bürgermeister Mag. Martin Krumschnabel, Wasserburger Bürgermeister Michael Kölbl, Hieronymus Stockinger, Marlene Hof-Hipke und Roland Schmidt

Rosenheim - Die SPD und Kufsteins Bürgermeister sind sich einig: Die Mautpflicht ab Landesgrenze darf nicht kommen. Mit einer Autobahnblockade will man nun die verheerenden Auswirkungen aufzeigen.

Die SPD-Kreistagsfraktion hatte guten Grund, ihre diesjährige Klausurtagung nach Kufstein zu verlegen. Sie wollten sich im Verbund mit den Tiroler Nachbarn ein Bild vor Ort von den Auswirkungen der drohenden Maut machen. Die Positionen waren schnell klar. Peter Kloo, Fraktionsführer, und Martin Krumschnabel, Kufsteiner Bürgermeister: „Eine Maut ab Grenze darf weder auf Bayerischer noch Tiroler Seite kommen. Das sture Festhalten an einer Generalregelung ohne Ausnahmen ist bürgerfeindlich und engstirnig, zudem belastet es die jahrelangen Bemühungen um ein grenzüberschreitendes Zusammenwachsen massiv."

Auch der Kieferer SPD-Fraktionsführer im Gemeinderat Ralf Wieser bestätigte dies: „Wir, die Bürger von Kiefersfelden und Kufstein, fühlen uns inzwischen in vielen gesellschaftlichen Bereichen als zusammengewachsen. Nun wird uns der Ausweichverkehr an vielen Tagen trennen.“

Die von der ASFINAG favorisierten Verkehrsmaßnahmen bezeichneten alle Klausurteilnehmer als hilflosen und untauglichen Versuch: „Die Vorinformationstafeln wirken in 90 Prozent der Fälle wie Verkehrsausleitanzeigen. Die Pförtnerampeln sind eine Provokation Bayerns und verlagern den Stau nur nach Kiefersfelden hinein.“

Die Forderung des Gremiums: „Sofortiges Aussetzen der Mautkontrollen ab Grenze, bis eine tragfähige grenzüberschreitende Lösung, Mautverzicht oder Verkehrsumgehung, gefunden und realisiert wurde.“

Um den Verantwortungsträgern zu demonstrieren, was passiert, wenn die Maut ab Grenze kommt, will Kufstein am Sonntag, den 1. Dezember, vormittags die Autobahn zwischen Landesgrenze und Kufstein-Nord blockieren. Mit entsprechenden versammlungsrechtlichen Anträgen befassen sich die Sicherheitsbehörden bereits. Für die Gemeinderäte Ralf Wieser und Roland Schmidt ist klar: „Da werden wir alle zu Fuß zur Demonstration gehen müssen. Mit dem Auto läuft da nichts mehr.“ Wie in Zukunft wohl an jedem Skiwochenende.

Pressemitteilung SPD Kreisfraktion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser