K&L Ruppert Filiale in Rosenheim schließt

Böse Überraschung: Mitarbeiter erst kurz vor Bekanntgabe informiert

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Rosenheim - K&L Ruppert gab am Donnerstag bekannt, im Rahmen seines Insolvenzverfahrens 14 Filialen schließen zu müssen - auch die in Rosenheim und eine Mühldorf sind betroffen. Doch wie geht es jetzt weiter? Rosenheim24.de hat nachgeforscht.

Update, 4.Februar, 12.40 Uhr - Räumungsverkauf bei K&L Ruppert

Seit Bekanntmachung des Insolvenzverfahrens bei K&L Ruppert und den einhergehenden Filialschließungen gibt es einen Räumungsverkauf. Bis zu 50 Prozent Nachlass gibt es in der Rosenheimer Filiale auf ausgewählte Artikel. Bis Ende April soll soviel Ware wie möglich verkauft werden, was übrig bleibt fließt in den Zentralbestand zurück.

Erstmeldung

Am Donnerstagabend gab K&L Ruppert bekannt, dass das Unternehmen im Rahmen seines Insolvenzverfahrens  in Eigenregie 14 seiner 54 Filialen schließen werde. Auch die Filialen in der Rosenheimer Innenstadt und am Stadtplatz in Mühldorf müssen ihre Tore schließen. Ab dem 30. April müssen deshalb 200 Mitarbeiter neu untergebracht werden. Den Angestellten wird angeboten, in eine bestehenbleibende Filiale versetzt zu werden. Mitarbeiter, die das nicht wollen, werden zum 30. April gekündigt. 

Auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärte eine Sprecherin von K&L Ruppert, dass das Angebot weiterhin bestehe, dass aber davon ausgegangen wird, dass einige Mitarbeiter es nicht annehmen werden. Ob Angstellte sich ihre neue Filiale frei aussuchen dürfen, oder nach welchen Kriterien eine Versetzung entschieden wird erklärt CEO und Geschäftsführer Jens Bächle auf Nachfrage von rosenheim24.de. 

"Alle Mitarbeiter/innen haben die Möglichkeit, in einer anderen Filiale weiterbeschäftigt zu werden. Soweit freie Stellen vorhanden sind, wird betroffenen Mitarbeitern eine Stelle in einer benachbarten Filiale angeboten. Sollten nicht genügend freie Stelle vorhanden sein, wird eine Sozialauswahl durchgeführt werden. Nach derzeitigem Stand werden wir allen betroffenen Mitarbeitern ein Angebot zur Weiterbeschäftigung in einer benachbarten Filiale anbieten können", so Bächle.

Der Warenbestand werde bis zum Ende so weit wie möglich verkauft, so die Sprecherin. Alles was bis Ende April noch in den Regalen liegt, wird in den Zentralbestand zurück überführt und an anderen Filialen weiterverkauft. Bereits am Freitag begann der große Ausverkauf. Alle Waren werden mit 50 Prozent Nachlass verkauft.

Ein Vertreter der Eigentümer-Gesellschaft teilte dem ovb mit, dass die Geschäftsräume und die weiteren Stockwerke des Hauses in dem die Filiale sich befindet, derzeit noch nicht gekündigt seien. Auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärte die Sprecherin des Unternehmens, der Mietvertrag sei selbstverständlich gekündigt worden. Das besätigt auch Jens Bächle

Besonders hart dürfte die Schließung die Mitarbeiter der Filialen treffen. Die Filiale Rosenheim habe am Donnerstag, zeitgleich mit der Öffentlichkeit, erst von dieser und den damit einhergehenden Kündigungen erfahren. Auch Jens Bächle bestätigte: "Alle Mitarbeiter wurden umgehend, am 24. Januar, informiert.

Das ovb berichtete aber, dass Geschäftsleitung und Betriebsrat bereits vergangene Woche einen Interessensausgleich für die betroffenen Mitarbeiter unterzeichnet habe. Informiert wurden die Mitarbeiter aber trotzdem erst am Tag der öffentlichen Bekanntgabe.

Auch die Kunden des Kaufhauses äußerten sich zur bevorstehenden Schließung. Erna aus Rosenheim erklärte, sie sei schon sehr lange Kundin bei K&L Ruppert und fände die Schließung sehr schade. Aber sie fände auch, dass das Unternehmen in den letzten Jahren nachgelassen habe. "Früher hatten die noch tolle Sachen". Heute "heben sie sich nicht mehr ab", so die Kundin. Eine weitere Kundin bestätigt diesen Eindruck. Es sei schade, dass die Filiale zumache. Sie hoffe, dass jetzt keine große Kette wie Primark in das Gebäude käme.

jv

Quelle: rosenheim24.de

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