390.000 Wahlberechtigte: "Weil's ned wurscht is!"

IHK wählt neue Vertreter in Oberbayern

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v.l. Wolfgang Janhsen, Sebastian Bauer und Georg Dettendorfer bei der Pressekonferenz zur IHK-Wahl 2016 in Rosenheim
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Rosenheim - Alle fünf Jahre werden die IHK-Vollversammlung und auch die Regionalausschüsse neu gewählt. Einige Kandidaten aus der Region treten dabei für beide Gremien an: 

Zusammen mit Wolfgang Janhsen, dem Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Rosenheim und IHK-Vizepräsident Georg Dettendorfer, rief der scheidende Vorsitzende des Rosenheimer Gremiums, Sebastian Bauer, zur Wahl der Vollversammlung sowie der 19 IHK-Regionalausschüsse auf. Ab sofort, noch bis zum 6. Mai, haben in ganz Oberbayern rund 390.000 IHK-Mitgliedsunternehmen die Qual der Wahl. Wer soll künftig als Vertreter die Interessen der Wirtschaft an die Politik tragen?

"Alleine in der Stadt und im Landkreis Rosenheim sind rund 28.000 IHK-zugehörige Betriebe aufgerufen, ihre Stimme für die neue Zusammensetzung des sogenannten "Parlaments der Wirtschaft" und des künftigen IHK-Regionalausschusses Rosenheim abzugeben und so über den Kurs der Kammer mitzubestimmen", erklärte Sebastian Bauer im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag.

Um was geht es bei der IHK Wahl 2016?

  • 400 ehrenamtliche Mandate für die 19 Regionalausschüsse mit
  • 542 Kandidaten und
  • 90 Kandidatinnen

Davon entfallen auf die heimische Region:

  • 21 Sitze im Ausschuss Rosenheim bei
  • 33 Kandidaten und
  •  4 Kandidatinnen

Eine vollständige Übersicht aller Kandidaten ist auf der Internet-Seite der IHK zu finden. Zusätzlich stellen sich vier Unternehmer aus der Region Rosenheim zur Wahl für einen der 71 per Direktwahl vergebenen Sitze in der IHK-Vollversammlung, nämlich Wolfgang Puschmann, Anton Kathrein, Stephan Merz und Georg Dettendorfer. Am 20 Juni hat die neue Versammlung schließlich dann ihre konstituierende Sitzung, bei der der neue Präsident oder die neue Präsidentin gewählt wird. Das Gremium in Rosenheim wählt seinen Vorsitzenden oder seine Vorsitzende bereits am 1. Juni.

Warum ist es wichtig, vom Stimmrecht Gebrauch zu machen?

"Die IHK ist die gesetzliche Vertretung der gewerblichen Wirtschaft", erklärt Sebastian Bauer. So nehme die Kammer die Interessen und Bedürfnisse ihrer Mitglieder auf und verteidige sie vor der Politik. Eine hohe Wahlbeteiligung verleihe den Gremien schließlich die nötige Rückendeckung ihrer Mitglieder und somit politisches Gewicht, ergänzte Georg Dettendorfer.

So besitzt, im Gegensatz zu anderen Vereinigungen, jedes einzelne Mitglied der Kammer auch die gleiche Anzahl an Stimmen, nämlich genau eine. "Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich jeder gleichberechtigt einbringen kann, eine Chance, die man anderorts in der Wirtschaft nicht unbedingt hat", verdeutlichte Wolfgang Janhsen.

Wofür setzt sich die IHK ein?

"Gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die IHK der wichtigste Anwalt gegenüber der Politik", so Bauer weiter. Besonders in den Bereichen Energiewende, Erbschaftssteuer, Infrastruktur aber auch beim bezahlbaren Wohnraum und dem drohenden Fachkräftemangel, will die Kammer auch weiterhin Akzente setzen.

"Ein ganz besonderes Anliegen ist mir auch der Abbau von Bürokratie. Dabei heißt es nicht nur regional aktiv zu werden, sondern auch direkten Druck auf Brüssel auszuüben", ergänzte Georg Dettendorfer. So gelte es besonders die Dinge abzuwenden, die nicht im Interesse der Wirtschaft seien und am Ende gemeinsam einen praktikablen Weg zu finden. Und abschließend: "Besonders im Bereich des Mittelstands müsste alles dafür getan werden, die Systeme zu erhalten, für die uns andere Länder beneiden."   

Quelle: rosenheim24.de

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