Bundespolizei: Personalmangel und Überlastung

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Rosenheim - Die Bundespolizei feiert am Samstag 60-jähriges Bestehen. Eigentlich ein Grund zum Feiern, wären die Polizisten nicht am Rande der Erschöpfung. Das sind die Gründe:

Am morgigen Samstag feiert die Bundespolizei in Rosenheim ihr 60-jähriges Bestehen. Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist dies eher Grund für gedämpfte Stimmung, denn Personalmangel und dauernde Überlastung bestimmen den Alltag der Bundespolizisten.

„Auch in Feierlaune darf nicht vergessen werden, was den Beschäftigten in Rosenheim in mehreren Reformen seit 1992 zugemutet wurde. Zuletzt formierte man aus der ehemaligen Bereitschaftspolizeiabteilung 2008 die heutige Bundespolizeiinspektion Rosenheim“, so Jörg Radek, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei. Die Hauptaufgabe der Bediensteten liegt heute, neben den bahnpolizeilichen Aufgaben, in der Unterbindung der illegalen Migration. Und das auf einer Grenzlänge von 645 Kilometern, von Freilassing bis Lindau.

Den Aufgabenbereich „Südgrenze“ hat die Bundespolizei Rosenheim 2008 von der Landespolizei Bayern übernommen: mit der Hälfte des Personals, das zuvor die Landespolizei zur Verfügung hatte. Hinzu kommt ein kontinuierlicher Anstieg der unerlaubten Einreisen. „Die Kolleginnen und Kollegen in Rosenheim sind vollkommen überlastet und eine Besserung ist nicht in Sicht“, so Jörg Radek weiter.

Die GdP kritisiert, dass sich die Politik nicht überzeugend für eine Behebung der Probleme in den Dienststellen einsetzt. Aus Sicht der Gewerkschaft ist eine erhebliche Verstärkung des Personals erforderlich, die unter anderem durch eine Erhöhung der Einstellungszahlen in der Bundespolizei erfolgen muss.

Pressemeldung der GdP-Bezirk Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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