Nach brutaler Vergewaltigung in Rosenheim

Polizei fahndet weiter mit Hochdruck: "Unfassbar große Datenmengen"

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Im Riedergarten in Rosenheim wurde die 21-jährige Frau in der Nacht auf Sonntag, 8. September, brutal vergewaltigt.
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Rosenheim - Die brutale Vergewaltigung einer jungen Frau im Riedergarten hat die Region erschüttert. Die Polizei ermittelt seither mit einer eigenen Ermittlungsgruppe mit Hochdruck. Eine heiße Spur zum Täter gibt es aber bislang noch nicht:

Derzeit würden die aus der Bevölkerung eingegangenen Hinweise weiter gesichtet und bearbeitet, wie Alexander Huber, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, am Mittwochvormittag auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte. Insgesamt seien bislang rund 40 solcher Hinweise bei der Polizei beziehungsweise der eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe "EG Park" eingegangen. Zur Qualität dieser sagte Huber: "Das kann man pauschal nicht sagen. Jeder einzelne kleine Hinweis kann behilflich sein oder eben auch nicht!"

Parallel dazu läuft die Auswertung der Videoaufzeichnungen aus dem Innenstadtbereich weiter auf Hochtouren. "Das sind so große Datenmengen, das ist unvorstellbar", so Huber. Zudem würde die nicht immer perfekte Qualität der Aufnahmen die akribische Kleinarbeit der Ermittler zum Teil zusätzlich erschweren.

Hat ein Spürhund angeschlagen?

Zudem berichteten die OVB-Heimatzeitungen, dass angeblich ein Spürhund am Tatort angeschlagen habe und die Ermittler auf eine Spur vom Riedergarten in Richtung Loretowiese geführt hätte. Das wollte der Polizeisprecher so nicht bestätigen: "Wir haben alle berichtenswerten Informationen in Form unserer letzten Pressemitteilung bekanntgegeben. Zu weiteren Details können und wollen wir uns aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht äußern.

Am Freitag, 13. September, waren auf dem Herbstfest-Gelände im Rahmen eines großen Polizeieinsatzes die Identitäten aller Betreiber der Fahrgeschäfte und Imbissbuden, sowie derer Angestellten, Schausteller und weiterer Gewerbetreibenden aufgenommen worden. Die Polizei betonte jedoch in diesem Zusammenhang, dass diese Erfassung in keinem Fall einem Generalverdacht gleichkomme.

Vergewaltigung in Rosenheim im Riedergarten

Die Beschreibung des Täters:

Der Mann war etwa 25 bis 30 Jahre alt, unter 170 Zentimeter groß, hatte eine dünne Statur, braune Augen und eine südländische Erscheinung mit braunem Teint. Er hatte mittellange glatte, dunkle Haare, welche zur Tatzeit fettig oder nass waren. Zudem wirkte er unrasiert. Bekleidet war der Täter mit hellen Schuhen, Bluejeans, einem dunklen T-Shirt oder Pulli und einer dicken, hüftlangen Jacke, die auffällig hellrot war und am Rücken einen weißen Querbalken oder -streifen aufwies. der nicht über die gesamte Breite verlief. Außerdem roch der Täter intensiv nach Urin und Nikotin.

Die 21-jährige Frau war in der Nacht auf Sonntag, 8. September, gegen 2.30 Uhr, alleine auf dem Heimweg vom Feiern nach dem Rosenheimer Herbstfest. Dabei ging sie durch die Innenstadt und schließlich durch den Riedergarten, wo der Täter sie angriff, zu Boden brachte und sich an ihr verging. Anschließend flüchtete der Mann in unbekannte Richtung. Die Frau ging anschließend laut Polizei "ziellos und geschockt" durch die Innenstadt und setzte sich auf eine Bank, wo letztlich ein Passant auf sie aufmerksam wurde und sie zur Polizei brachte.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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