"Stop B15neu": 12.343 Unterschriften

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Reinhold König, Mitglied im BN-Landesarbeitskreis Verkehr, Gisela Floegel, 1. Vorsitzende des Vereins der Gegner der B15neu und Stefan Englbrecht, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg (von links) freuen sich über deutliche Zustimmung zur Petition "Stop B15neu" an den Deutschen Bundestag.

Landkreis - Die Freude bei den Gegnern der B15neu ist groß: Ihre Online-Petition gegen die Aufnahme der B15neu in den Bundesverkehrswegeplan wurde von gut 12.000 Personen unterschrieben.

Das Ziel war ehrgeizig, aber als die Petition am 23. Juli online gestartet wurde, war nicht absehbar, ob sich 10.000 Bürgerinnen und Bürger offen und mit vollständiger Adresse gegen die Aufnahme der Autobahn B15neu in den Bundesverkehrswegeplan eintragen würden. Umso größer war die Freude bei den Initiatoren, dem Verein der Gegner der B15neu, von Bund Naturschutz und zahlreichen Bürgerinitiativen von Essenbach bis Rosenheim, dass das Ziel schon zehn Tage vor dem Ende der Zeichnungsfrist erreicht wurde. Am Stichtag waren es dann genau 12.343 Unterschriften, davon 11.485 aus Bayern. Zusätzlich waren 159 Postkarten und 254 Sammelbögen von zahlreichen Aktiven eingegangen.

Nötig geworden war die Petition an den Deutschen Bundestag, weil die bayerische Staatsregierung die Autobahn für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hatte, obwohl sich in der vorgezogenen Öffentlichkeitsbeteiligung eine überwiegende Mehrheit, darunter auch Gemeinden und Landkreise, dagegen ausgesprochen hatte.

Die Petitionsunterstützer hatten sich aber nicht nur wegen der großflächigen Landschaftszerstörung ablehnend geäußert, sonder auch wegen dem immensen Flächenverbrauch der über 100 km langen völlig neuen Trasse und der Zerschneidung von Natur und Wasserschutzgebieten. Gleichzeitig hatten sie auf die Millionenkosten hingewiesen.

Mit dem Hinweis auf Alternativen, wie der Ersatzlösung über die Flughafenosttangente, und dem Ausbau der bestehenden B15 mit Ortsumfahrungen in Landshut, Taufkirchen und Dorfen, hatten sie verkehrstechnisch sinnvolle Lösungen aufgezeigt. Dazu gehörten auch die schon Jahrzehnte alten Pläne für den Bahnausbau München-Mühldorf-Freilassing und Landshut-Plattling.

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Große Unterstützung für die Petition kam auch aus dem Landkreis Rosenheim, wo sich der Kreistag ebenso klar für die Streichung der vierspurigen B15neu aus dem Bundesverkehrswegeplan und stattdessen für den Ausbau der bestehenden B15 ausgesprochen hatte, insbesondere nachdem die von der B15neu unabhängige zweispurige Westumfahrung von Rosenheim mittlerweile im Bau ist.

Die gesammelte Petition Stop B15neu südlich der A92 wird dem Bundesverkehrsministerium bzw dem zuständigen Verkehrsausschuss übergeben. Da es aber zur Zeit nur eine geschäftsführende Regierung gibt, und bisher nicht klar ist, wer der zuständige Ansprechpartner sein wird, wird die Petition erst zu einem späteren Zeitpunkt übergeben.

Pressemitteilung Verein der Gegner der B15neu

Quelle: rosenheim24.de

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