"Soll keine Bestrafung sein!"

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Rosenheim – Nach den Lebensmittel-Skandalen bei Müller-Brot und Vinzenz Murr soll es mehr Transparenz für die Menschen geben. Dabei behilflich ist seit geraumer Zeit ein Online-Portal:

EHEC, Gammelfleisch, Mäusekot im Brot – das alles soll ein Ende haben. Um dem Ganzen Abhilfe zu schaffen, gibt es seit etwa drei Monaten ein Online-Portal, auf dem Verstöße gegen das Lebensmittelgesetz aufgelistet werden.

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Auf die Liste kommt, wer ein Bußgeld über 350 Euro erhält. Das ist vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelrecht festgelegt worden. Im Landkreis Rosenheim hat es bislang noch keinen derartigen Fall gegeben. Noch ist kein Betrieb und auch kein Gasthaus auf die Liste gesetzt worden.

Wenn es soweit kommen sollte, dann dauert es, bis der Verstoß wieder aus der Liste verschwindet. Sechs Monate lang bleiben unter anderem die Art des Verstoßes, der Grund und der Name des Betriebes online. Auch wird vermerkt, ob der Mangel behoben worden ist oder nicht.

Rosenheims Sicherheitsdezernent, Herbert Hoch

Diese Regelung ist nicht unumstritten: wie der Sicherheitsdezernent der Stadt Rosenheim, Herbert Hoch, in einem Pressegespräch (12.12.2012) sagt, soll das Online-Portal keinen Sanktionscharakter haben. Damit soll also niemand bestraft werden. Viel mehr stehe hier die Transparenz für den Verbraucher im Vordergrund, so der Sicherheitsdezernent.

Bayernweit hat die Seite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelschutz in rund drei Monaten bereits 27.000 Klicks bekommen. Wenn Sie sehen wollen, welche Betriebe in anderen Landkreisen bemängelt worden sind, dann klicken Sie hier.

kmr

Quelle: rosenheim24.de

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