Notrufoffensive 110 der Polizei in Rosenheim gestartet

Kopp: "Sorgen oder Ängste? Dann kommt die Polizei"

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Notrufoffensive am Polizeipräsidium Oberbayern Süd gestartet
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Rosenheim - Viele kennen die Telefonnummer "110" schon seit Kindesbeinen, manche aber leider nicht. Wann die Bürger den zentralen Notruf der Polizei wählen sollen:

143.385 Notrufe unter der zentralen Nummer "110" registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd im Jahr 2015, rund 20.000 mehr als noch im Jahr davor, so Polizeipräsident Robert Kopp am Freitag zum Start der sogenannten "Notrufoffensive 110" in Rosenheim. Das Ziel der Kampagne: Die ohnehin schon bekannte Nummer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu schieben und die Menschen zu sensibilisieren, lieber einmal zu oft den Hörer in die Hand zu nehmen.

Besonders beim Einbruchdiebstahl zählt jede Minute

29.Januar, der Rosenheimer Ortsteil Happing. Anwohner bemerken verdächtige Geräusche, ein Klirren in der Nachbarschaft. Das Telefon in der Einsatzzentrale der Polizei klingelt nicht. Das Resultat: Bis heute wurden mehrere Fälle in diesem Bereich nicht aufgeklärt. "Gerade bei verdächtigen Wahrnehmungen entscheidet oft jede Sekunde. Wer aus gutem Grund den Notruf wählt, muss sich keine Sorgen über Konsequenzen machen", unterstrich Gerhard Kopp bei der Pressekonferenz in der Rosenheimer Polizeizentrale.

Ganz anders ein Fall in der Rosenheimer Innenstadt: Am 21.Februar erhielt die Notrufzentrale in der Kaiserstraße einen Anruf wegen eines vermeintlichen Einbruchs. Nach entsprechender Priorisierung untersuchten Streifenbeamte das Geschehen. Vor Ort wurden die Polizisten bereits vom Melder erwartet und eingewiesen. Als Ergebnis konnte der Einbrecher noch am Tatort festgenommen werden. "So wünschen wir uns das, mancher Einbrecher braucht ja nur zwei Minuten", erklärte Gerhard Schusser, der Leiter der Rosenheimer Zentrale.

Bilder aus der Einsatzzentrale in Rosenheim

Bilder aus der Rosenheimer Einsatzzentrale

Insgesamt 64 Beamtinnen und Beamte verrichten ihren Dienst an den Computern, Telefonen und Funkgeräten in der zentralen Stelle, die den kompletten Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd abdeckt. Sieben Arbeitsplätze stehen zur Verfügung. Raum, der bei statistisch einem Anruf alle vier Minuten auch gebraucht wird. Erst recht bei außergewöhnlichen Sonderereignissen. So verzeichnete die Polizei alleine an dem Tag, als das Sturmtief Niklas die Region traf, zwischen 3.000 und 4.000 Anrufe.

Nicht auflegen!

Sollte ein Anrufer dennoch einmal in der Warteschleife landen, rät Gerhard Schusser dazu, keinesfalls aufzulegen. Ansonsten werde man beim nächsten Anruf wieder ganz hinten in der Warteliste eingereiht. Je nach Einsatzsituation und auch jetzt, nach Anlaufen der neuen Initiative, reagiere man aber äußerst flexibel auf die jeweiligen Anforderungen. Wenn mehr Notrufe eingingen, werde selbstverständlich auch in der Einsatzzentrale entsprechend, in personeller Hinsicht, reagiert, verdeutlichte Robert Kopp.

"Gefahr erkennen, 110 anrufen, Hilfe bekommen",

so die zentrale Botschaft der Notruf-Offensive, die ihren Ursprung in der Landeshauptstadt genommen hat. "Sicherheit hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert, ist sogar ein Grundbedürfnis", so Polizeipräsident Kopp abschließend. Trotz der guten Sicherheitslage und keinerlei rechts-freier Räume, wolle die Polizei schlicht "etwas Gutes noch besser machen", wie Kopp unterstrich: "Es ist überall noch Luft nach oben, wir wollen einfach noch besser werden." 

Quelle: rosenheim24.de

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