Taxifahrt entpuppt sich als Schleusertour

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Landkreis - Die Bundespolizei deckte am Montag mehrere Schleusungen auf. An diesem Tag allein waren es sieben Syrer, die ins Land geschmuggelt werden sollten.

Die Bundespolizei hat am Montag, 5. November, auf der A8 drei Syrer festgenommen. Einer von ihnen wird beschuldigt, seine Landsleute eingeschleust zu haben. Noch am selben Tag brachten die Beamten einen weiteren syrischen Staatsangehörigen in ein Münchner Gefängnis. Auch er soll vier Männer aus Syrien illegal ins Land gebracht haben. Fahnder der Freilassinger Bundespolizei haben nahe der Anschlussstelle Piding ein österreichisches Taxi aus dem Verkehr gezogen. Der aus Syrien stammende Taxifahrer hatte einen österreichischen Flüchtlingspass. Seine Fahrgäste konnten sich überhaupt nicht ausweisen. Schnell war den Bundespolizisten klar, dass es sich um keine gewöhnliche Taxifahrt vom benachbarten Grenzgebiet nach München, sondern um eine Schlepperfahrt handelte.

Im Wagen fanden die Beamten unter der Fußmatte versteckt die österreichischen Asylverfahrenskarten der beiden syrischen Fahrgäste. Da sich der 24- und der 28-Jährige demnach bereits in Österreich in einem Asylverfahren befinden, wurden sie dorthin zurückgeschoben.

Als Sicherheit für die anstehenden Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise mussten sie zusammen 250 Euro hinterlegen. Eine deutlich höhere Sicherheitsleistung hatte ihr Chauffeur zu zahlen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er um 2.500 Euro „erleichtert“, ehe er seine Heimfahrt antreten durfte. Ersten Ermittlungen zufolge war die Fahrt Richtung München von Österreich aus organisiert worden. Der 38-jährige Fahrer sollte hierfür offenbar mehrere hundert Euro kassieren.

Ebenfalls am Montag wurde ein syrischer Staatsangehöriger in München in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Das Rosenheimer Amtsgericht hatte seine Untersuchungshaft angeordnet. Er wird beschuldigt vier Landsleute eingeschleust zu haben. Die Männer zwischen 32 und 43 Jahren wurden von Raublinger Schleierfahndern auf der A8 kurz nach dem Inntaldreieck kontrolliert. Sie hatten keine Papiere dabei. Ihr Fahrer war im Besitz einer dänischen Aufenthaltserlaubnis. Die Ermittlungen der Bundespolizei gegen den 42-Jährigen wegen Einschleusens von Ausländern dauern an. Während seine Reise vorerst in „Stadelheim“ endete, wurden die unerlaubt Eingereisten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

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