Der Regenwald soll die Massen anlocken

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Rosenheim - Es ist bald wieder so weit: Die neue Ausstellung "Regenwald" im Lokschuppen beginnt am 20. März. Die Besucher werden riechen, sehen, hören - und schwitzen.

Man schwitzt, man riecht, man sieht Ameisen krabbeln. Die neue Ausstellung „Regenwald“ im Lokschuppen Rosenheim ist vielfältig wie der Regenwald selbst.Das Motto dieser Ausstellung ist, einen „Stück Regenwald in die Köpfe“ der Besucher zu pflanzen.

Dabei werden nicht nur die Artenvielfalt, Menschen und Bereiche des Regenwaldes vorgestellt. Ein wichtiger Teil der Ausstellung sei es, die Besucher auf die Missstände im Urwald hinzuweisen, meint Professor Dr. Christian Feest, koordinierender Kurator.

„Es kann niemand von uns allein den Regenwald retten. Aber wir können das Bewusstsein dafür schaffen“, sagte Feest. Baumöl, Kautschuk und Urwaldholz umgeben unser Leben. Es würden Plantagen auf Kosten des Regenwaldes gebaut. Deshalb seien wir alle global verantwortlich für die bedrohliche Situation des Regenwaldes.

Insgesamt waren 15 Kuratoren aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen an der Planung dieser Ausstellung beteiligt. Armeisen- und Klimaforscher, Ethnologen, Zoologen und viele weitere Wissenschaftler formten die Inhalte. Doch alle Stimmen in eine Ausstellung zu integrieren, sei nicht immer leicht gewesen. „Alle Disziplinen haben ihre eigenen Sprachen. Es sprechen zwar alle von der selben Sache, doch keiner versteht, was gemeint ist. Doch uns ist es gelungen, dass diese unterschiedlichen Stimmen sich gegenseitig ergänzen“, sagt Christian Feest.

Auch Peter Lutz, Geschäftsführer der Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim meint, dass sehr viel Herzblut in diese Veranstaltung gesteckt wurde. „Auf die Besucher erwarten aufwendige Architektur und hochkarätige Exponate. Wir erwarten hohe Besucherzahlen“, so Lutz. 200.000 Besucher soll die Ausstellung in den Lokschuppen locken. Insgesamt wurden 2,5 Millionen Euro investiert. Die Leitung des Lokschuppens hofft, dass diese Ausstellung in die Top Ten der bisherigen Ausstellungen schafft.

Das Publikum des Lokschuppens sei vielseitig: Die Besucher seien Kinder, Erwachsene, Rentner und Akademiker. Jeden einzelnen von ihnen anzusprechen und ihnen etwas gedanklich vom Regenwald mitzugeben, sei eine Herausforderung. Doch der Leiter des Lokschuppens, Dr. Peter Miesbeck ist zuversichtlich: „Wir haben viele Medienstationen, eine neue Soundanlage, Riechstationen und etwa 200 Exponate. Jeder Besucher kann den Regenwald mit allen Sinnen erleben.“

Auch die vielen Programmangebote würde die Regenwald-Ausstellung zu einem Highlight machen: Es würden Führungen und Workshops für Schüler angeboten und beim kulinarischen Abend könne man neue Geschmackswelten kennenlernen. Wer zum Erhalt des Regenwaldes beisteuern will, kann Buttons kaufen. Die Erlöse werden gespendet.

Die Ausstellung startet am 20. März und endet am 29. November. Der Eintritt kostet für Erwachsene 14 Euro, für die Familie 31 Euro.

Suwa MT

Quelle: rosenheim24.de

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