Stadt Rosenheim greift durch

Kippenstummel und Kaugummis auf der Straße: So teuer wird's

Rosenheim - Nicht nur für uns Menschen sind Zigaretten gefährlich, sondern auch für unsere Umwelt. Nun will die Stadt das Problem „Zigarettenstummel und Kaugummis auf dem Boden“ versuchen zu lösen.

Eine einzige Zigarette kann bis zu 40 Liter Wasser vergiften. Zigaretten sind zudem auch Sondermüll. Wenn sie falsch entsorgt werden, können sie die Umwelt 400 Jahre lang belasten, noch bevor sie verrottet sind, so berichtet BILD.


Das ändert sich in Rosenheim

In den letzten beiden Januarwochen wird in Rosenheim ein besonderer Fokus auf die ordnungsgemäße Entsorgung von Zigaretten und Kaugummis gelegt. Das berichtet die Stadt in einer Pressemeldung

Ab dem 20. Januar will der der städtische Ordnungsdienst eine gezielte Kontrolle einführen. Dabei werden Vertreter der Polizei und auch der Sicherheitswacht mithelfen, wie Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim auf Anfrage der Redaktion von rosenheim24.de mitteilte. 


Für nicht richtig entsorgte Zigarettenstummel und Kaugummi wurden Verwarnungsgelder in Höhe von 55 Euro angesetzt. Wenn diese Zahlung allerdings verweigert wird, kommt es sofort zu einem Bußgeldverfahren, so Schwalm. Zusätzlich sollen in Rosenheim mehr Mülleimer aufgestellt werden, sodass jeglicher Müll umgehend entsorgt werden kann.

Welche Gefahr geht von Zigarettenstummeln aus?

„So schlimm kann das doch nicht sein“, denken sich viele. Doch eine einzige Zigarette am Tag erhöht schon das Risiko für eine koronare Herzkrankheit, so Stern. Aber das ist nicht das einzige Problem: Die Regenpfützen, die durch Zigarettenstummel verseucht werden, sind unter anderem Trinkquellen unserer Tiere. Die Filter und Stummel die am Boden, auf Wiesen und im Wasser landen, machen 40 Prozent des Gesamtmülls aus

Dieser Müll, lässt sich schwer biologisch abbauen, da Giftstoffe wie Arsen, Blei, Kadmium oder Benzol enthalten sind. Das stellt ein großes Problem dar. Auch Hausmeister oder Angestellte des Ordnungsamt sind deutlich ausgelastet damit, die übrig gelassenen Filter einzeln aufzusammeln, wie der Stern weiter berichtet. 

Klebrige Überreste auf dem Boden

Kaugummis, die auf den Gehwegen gespuckt oder geworfen werden können sehr ärgerlich sein. Vor allem dann, wenn diese am Schuh kleben. Die Masse des „Backenzahnpflasters“ lässt sich nicht abbauen und braucht Zeit, bis es komplett entfernt werden würde. Nach Rechnung der Heidenheimer Zeitung, liegen in Innenstädten um die 35 zerkaute Kaugummis pro Quadratmeter rum. 

Alternativen zu Zigarettenstummeln

Den Plastikmüll, der durch liegen gebliebene Zigarettenfilter entsteht, kann zum Beispiel durch eine ökologische Alternative wie OCB oder Gizeh Filter vermieden werden. Laut „Biorama“ bestehen sie aus reinen Naturfasern wie Flachs, Hanf, Baumwolle und Holz und verrotten diese schon nach etwa einem Monat und hinterlassen keine Plastikreste in der Natur. Alternativ kann zu jeder Schachtel Zigarette eine kleine Aschenbechertasche dazu verkauft werden.

tl

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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