Illegale Einreisen: So viele gab es noch nie!

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Rosenheim - Am Wochenende hat die Bundespolizei wieder 60 illegal Eingereiste aus dem Verkehr gezogen. Somit waren es im August 400 - so viele wie noch nie zuvor!

Fahnder von Landes- und Bundespolizei haben am Wochenende im deutsch-österreichischen Grenzgebiet etwa 60 unerlaubt eingereiste Personen in Gewahrsam genommen. Bis Sonntag (1. September) blieben außerdem sechs mutmaßliche Schleuser im Fahndungsschleier hängen. Insgesamt wurden im Zuständigkeitsbereich der Rosenheimer Bundespolizei im August rund 400 Frauen und Männer festgestellt, die keine Aufenthaltsberechtigung nachweisen konnten – so viele wie in keinem Monat der vergangenen Jahre zuvor.

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Ein weiteres Mal musste die Bundespolizei die Sporthalle nutzen, um Flüchtlinge bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorübergehend unterzubringen. Um die Versorgung kümmerte sich der angeforderte Malteser Hilfsdienst. Die knapp 20-köpfige Gruppe war mit einem EuroCity von Verona aus nach Deutschland gefahren. Den Bundespolizisten gegenüber konnte sich keiner von ihnen ausweisen. Da alle ein Schutzersuchen stellten, wurden sie zunächst an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Auch in diesem Fall geht die Bundespolizei davon aus, dass die Reise mit dem Zug von Schleusern organisiert worden sein muss.

Ein Italiener wurde von den Raublinger Schleierfahndern auf der A8 nahe Bad Aibling verhaftet. Er wird beschuldigt, mit seinem Pkw sieben Männer aus Eritrea eingeschleust zu haben. Bei der Durchsuchung des italienischen Fahrzeugführers fanden die Beamten 1.600 Euro. Dem 55-Jährigen blieb nichts anderes übrig, als einzugestehen, dass es sich bei dem sichergestellten Geld um seinen Schleuserlohn handelte. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei kommt der Fahrer für mindestens zwei weitere Schleppertouren in Frage. Auf richterliche Anordnung hin wurde er in Untersuchungshaft genommen. Seine Begleiter wurden der Münchner Flüchtlingsstelle zugeleitet.

Über das ganze Wochenende verteilt, konnten sechs Schleuser sowie rund 60 unerlaubt Eingereiste gestoppt werden. Die meisten stammen aus Syrien, Eritrea, Tunesien, Pakistan und dem Kosovo. Für August verzeichnet die Rosenheimer Bundespolizei eine deutliche Zunahme im Bereich der illegalen Einreisen. Waren es im Juli noch 310 Fälle so ist die Zahl im August auf etwa 400 gestiegen. Auf den Autobahnen und vor allem den Zugstrecken von Salzburg beziehungsweise von Kufstein Richtung München haben es die Fahnder in den vergangenen Wochen immer wieder mit organisierten Großschleusungen zu tun bekommen. In zahlreichen Fällen konnte die Bundespolizei Schlepperrouten über Italien nachvollziehen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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