Iliria: Endlich eine Entschuldigung

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Rosenheim - Echte Reue oder nur die Hoffnung auf Schadensbegrenzung? Fünf Tage nach dem Skandalspiel hat sich der FC Iliria Rosenheim nun endlich offiziell beim Fußball-Verband entschuldigt.

Alles zum Skandal-Spiel:

Der FC Iliria Rosenheim hat sich jetzt in einem Schreiben an den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) für die Vorfälle beim A-Klassen-Spiel gegen den ESV Rosenheim am vergangenen Mittwoch (3. Oktober) entschuldigt und mitgeteilt, dass die beiden Spieler, die den Schiedsrichter und den Gäste-Trainer körperlich attackiert und schwer verletzt hatten, mit sofortiger Wirkung vom Verein suspendiert worden sind. „Ich möchte mich persönlich und stellvertretend für den ganzen Verein für die Vorkommnisse bei allen Beteiligten und vor allem beim Unparteiischen und beim Trainer des ESV Rosenheim in aller höchster Form entschuldigen und wünsche ihnen alles Gute und schnellstmögliche Genesung“, erklärte Jashar Kosumi, Präsident des FC Iliria Rosenheim.

„Dass der Verein sich von den Vorkommnissen distanziert und die Spieler ausgeschlossen hat, ist ein guter und wichtiger erster Schritt. Klar ist aber auch, dass der Fall von der Sportgerichtsbarkeit des BFV lückenlos aufgearbeitet wird“, betont Oberbayerns Bezirksvorsitzender Horst Winkler. Das Kreissportgericht Inn/Salzach hatte am Freitag beide Spieler bereits mit sofortiger Wirkung per einstweiliger Verfügung vorläufig gesperrt und die Ermittlungen aufgenommen.

Rassismus auf Facebook?

Beschäftigen wird sich der BFV aber auch mit den Diskussionen, die nach dem Vorfall im sozialen Netzwerk Facebook geführt wurden. Hier kam es teils zu rassistischen und diskriminierenden Äußerungen. „So erschüttert, wie wir alle über den Vorfall in Rosenheim sind, so erschrocken sind wir aber auch über die anschließenden Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Rassismus, Gewalt und Diskriminierung dürfen bei uns keinen Platz haben. Das ist aber keine fußballspezifische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Problematik. Wir sind alle aufgefordert, für unsere Werte wie Fairplay, Toleranz, Respekt und Gewaltfreiheit einzustehen und gemeinsam entschlossen zu handeln“, erklärt Reinhold Baier, BFV-Vizepräsident und Vorsitzender der AG „Gemeinsam und Fair“.

Spieler stehen vor BFV-Ausschluss

Das letzte Wort in dieser Sache ist also nicht gesprochen und man darf gespannt, zu welchem Urteil das Sportgericht kommt. Glaubt man inoffiziellen Angaben, gilt der Ausschluss der beiden schuldigen Spieler aus dem Fußballverband als so gut wie sicher. Auch auf den Verein kommt wohl eine satte Strafe zu, ob es allerdings zum dauerhaften Ausschluss vom Spielbetrieb kommt, ist nach Informationen von rosenheim24 aber fraglich. Darüber hinaus warten auf die schuldigen Spieler auch noch zivilrechtliche Konsequenzen. Mindestens ein Spieler ist bereits von einem der Opfer bei der Polizei angezeigt worden.

Bayerischer Fußballverband / redro24 / mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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