Nach Tod einer Asylbewerberin (22) in Rosenheim

Löste der Vater des Jungen den Tumult aus?

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Ein Leser-Foto vom Einsatz in der Kufsteiner Straße. 
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Rosenheim - Am Freitagmittag kam es im Bereich der ehemaligen Montevideo-Videothek zu einem Großeinsatz der Polizei. 

Die wichtigsten Infos im Überblick: 

  • Am Freitagmittag verstarb eine 22-jährige Asylbewerberin in Rosenheim
  • Die Polizei geht von einem natürlichen Tod aus
  • Dennoch kam es zu einem Großeinsatz der Polizei an der Asylunterkunft in der Kufsteiner Straße
  • Mehrere Bewohner wehrten sich dagegen, dass der Sohn (2) der Verstorbenen in die Obhut des Jugendamtes kommen sollte
  • Ein Asylbewerber verletzte mehrere Beamte und wurde verhaftet
  • Angeblich lebt der Vater des Jungen ebenfalls in der Region

UPDATE, Samstag 11.40 Uhr: Angeblicher Vater des Jungen war auch in der Asylunterkunft

Nach Informationen von rosenheim24.de, soll der Vater des Zweijährigen ebenfalls in der Region leben.

Demnach soll der Mann, ebenfalls ein Asylbewerber, derzeit in einem 8-Bett-Zimmer in einer anderen Stadt untergebracht sein. Er sei mit der Verstorbenen nicht verheiratet gewesen. Das Jugendamt wolle nun zunächst die Vaterschaft prüfen.

Der Mann sei am Freitag ebenfalls in der Kufsteiner Straße vor Ort gewesen und habe das Kleinkind nicht in die Obhut des Jugendamtes geben wollen. Deshalb sei es zum hektischen Tumult gekommen. Erst nachrückende Kräfte der Polizei konnten die Situation unter Kontrolle bringen.

UPDATE 15.50 Uhr: Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Am Freitagmittag, gegen 11.30 Uhr, kam es in einer Asylbewerberunterkunft zu einem Großaufgebot der Polizei. 

Der Grund hierfür war eine Solidarisierung der Unterkunftsbewohner, als ein Kind durch das Jugendamt in Obhut genommen werden sollte. Bei dem Einsatz wurden vier Polizeibeamte, sowie ein Bewohner der Asylunterkunft leicht verletzt.

Zuvor wurden Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim auf Grund eines Todesfalls in die Asylunterkunft in der Kufsteiner Straße gerufen. 

Eine 22-jährige Bewohnerin wurde dort tot aufgefunden. Diese soll laut Angaben eines Bewohners und ihrer Betreuerin unter schweren epileptischen Anfällen gelitten haben. 

Da die Verstorbene einen zweijährigen Sohn hinterlässt, wurde das Jugendamt hinzugerufen. Als das Kind schließlich in Obhut genommen werden sollte, schlossen sich mehrere Asylbewerber der Unterkunft zusammen und versuchten die Inobhutnahme zu verhindern. 

Nur unter Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte der Inspektion Rosenheim, der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizei gelang es schließlich das Kleinkind in Obhut zu nehmen. 

Ein Asylbewerber griff dennoch die Polizeibeamten an und verletzte dadurch vier Beamte leicht. Der 27-Jährige wurde deshalb vorläufig festgenommen und dabei ebenfalls leicht verletzt. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige unter anderem wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Beamte der Kriminalpolizei Rosenheim übernahmen die Ermittlungen zur Todesursache der 22-jährigen Mutter. Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen liegen derzeit nicht vor. Näheres zur Todesursache soll eine Obduktion in den nächsten Tagen zeigen.

Erstmeldung 14.10 Uhr:

Mehrere Leser machten unsere Redaktion auf den Großeinsatz auf der Kufsteiner Straße aufmerksam. 

Auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte Polizeisprecher Andreas Guske, dass eine Frau auf der Straße zusammengebrochen und noch vor Ort verstorben ist

Nach aktuellen Stand sieht es so aus, als habe das Ableben der Frau gesundheitliche Gründe. Die genaue Todesursache werde aber noch untersucht, so Guske. 

Im Rahmen des Einsatzes sei es aber zu "Problemen" mit den Bewohnern der angrenzenden Asylbewerber-Unterkunft gekommen, so Guske. Was genau sich vor Ort abspielte, werde momentan noch analysiert. Die Polizei will hierzu im Laufe des Tages einen Pressebericht veröffentlichen. 

Es kam jedenfalls zu einem größeren Polizeieinsatz. Eine Zeugin will etwa 50 Polizisten gezählt haben. Es habe ein "großes Geschrei" gegeben, so die Augenzeugin. 

Die Verstorbene soll nach Informationen von Polizeisprecher Guske ebenfalls eine Asylbewerberin gewesen sein.

++ HINWEIS, 18.10 Uhr: Wir haben die Kommentarfunktion nun deaktiviert. Die Diskussion entwickelte sich, vor dem Hintergrund des tragischen Todesfalls der jungen Mutter, in eine Richtung, die kein konstruktiver Austausch mehr war. Uns wurden zahlreiche Verstöße gegen unsere Netiquette gemeldet. Wir bitten um Ihr Verständnis. 

Quelle: rosenheim24.de

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