Fernbus ungesichert abgeschleppt

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Rosenheim - Ein Wunder, dass da nichts passiert ist: Die Polizei staunte nicht schlecht, als sie einen Schlepper auf der A8 kontrollierten, der einen Fernbus schlecht gesichert zog.

Verkehrsunsicher, ausgebrannt und falsch betrieben wurde ein defekter Fernreisebus durch eine italienische Abschleppfirma aus dem Raum Terni. Als die Beamten der Schwerlastkontrollgruppe der VPI Rosenheim das Gespann auf der Autobahn in Richtung Salzburg feststellten, trauten sie ihren Augen nicht: Der als Anhänger mitgeführte totalbeschädigte Bus schlingerte während des Betriebes hinter dem Triebfahrzeug und benötige mehr als eine Fahrspur.

Nach der Anhaltung und Kontrolle konnten einige Mängel festgestellt werden, wie die Überschreitung der zulässigen Achsgewichte und der Anhängelast, sowie die Überschreitung der zulässigen Länge. Bei der weiteren Überprüfung mussten die Beamten erhebliche Mängel an der Bremsanlage des defekten Busses und an der Beleuchtung feststellen. Auch war die Verbindung zwischen Triebfahrzeug und angehängten Bus nicht vorschriftsmäßig. Zu allem Überfluss hielt sich der 50-jährige italienische Fahrer auch nicht an die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten für Lkw-Fahrer.

Hintergrund für die Fahrt war der kostengünstige Transport vom Schadensort in Gronau nach Italien. Mit den Vorschriften nahm es die eingesetzte Abschleppfirma da nicht so genau. In Deutschland ist das Schleppen von defekten Fahrzeugen nur mit einer Genehmigung und unter Einhaltung strenger Auflagen gestattet. Aber der Kostenvorteil gegenüber dem Transport auf einen Tieflader reizte die Firma wohl. Der Fahrer dachte nicht, dass er mit gelben Blinklicht und einem Abschleppfahrzeug auf der Autobahn angehalten würde. Das Gespann wurde abgestellt, die Weiterfahrt konnte nicht gestattet werden.

Gegen den Fahrer wurde eine Sicherheit in Höhe von 500 Euro ausgesprochen. Auch der verantwortliche Unternehmer wurde zur Anzeige gebracht. Die Firma musste vor der Umladung auf einen Tieflader und der Weiterfahrt eine Sicherheit von 1500 Euro erbringen. Der transportierte Bus hatte trotz seines Brandschadens noch einen Wert von 40.000 Euro.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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