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Mit Umfrage: Braucht der Lokschuppen eine Gastronomie?

"Unter den Top 10 der Ausstellungshäuser reicht kein Kiosk"

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Der Lokschuppen in Rosenheim wird derzeit saniert.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Rosenheim - Teil der Umbaumaßnahmen beim Ausstellungszentrum Lokschuppen soll auch eine neue Gastronomie sein. Doch dagegen gab es Widerspruch.

Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, mit 31 zu 10 Stimmen, eine Projekterweiterung hinsichtlich der Gastronomie und des Foyers für die Umbauarbeiten im Lokschuppen. Die damit verbundenen Mehrkosten von 650.000 Euro erhöhen die Gesamtkosten auf 10,65 Millionen Euro.

Betreiber mit neuem Konzept

"Die Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim (VKR) konnte einen möglichen Betreiber und Investor für die Gastronomie gewinnen", berichtet die Stadtverwaltung. "Dieser hat ein wirtschaftlich und gastronomisch überzeugendes Konzept erstellt und ist bereit, für die Gestaltung des Gastraums, Teile der Ausstattung des Innenbereichs und die Möblierung des Außenbereichs 275.000 Euro zu investieren." 

Dies setze die Anbindung der bisherigen Gastronomieräume an das Foyer und die Ausstattung mit fest installierten Kühlgeräten, Kücheneinrichtung und Theken durch die Stadt voraus. "Der Betreiber plant mit einem Jahresumsatz von 500.000 Euro und einer Umsatzpacht von zehn Prozent.

Die VKR gehe davon aus, dass es sich um eine für die Stadt rentable Investition handeln wird. "Bei einer Pacht von jährlich 50.000 Euro entsprechen die Kosten für die Küche von 650.000 Euro einer 13-fachen Jahresmiete." Allerdings können dafür keine Fördermittel beantragt werden.

Kritik an Plänen

"Mich überzeugt das überhaupt nicht", beklagte Peter Weigel (Grüne), "Es braucht vor allem ein gescheites Konzept für den Vorplatz." Dieses würde noch nachgeliefert, versprachen die Projektplaner. Josef Gasteiger (CSU) bemängelte, wenn man die Lokschuppen-Gastronomie fördere könne man auch gleich die des KuKo wiederbeleben. "Das sind zwei völlig verschiedene Dinge", entgegnete Erste Bürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU), "Zum einen ist es ein ganz anderes Betreiberkonzept. Zum anderen gehört zu einer solchen Einrichtung einfach eine Gastronomie dazu." 

"Nur 500 Meter weiter am Max-Josefs-Platz gibt's doch ein ausreichendes kulinarisches Angebot", ging Dr. Thomas Huber (CSU) in seiner Kritik sogar noch weiter, "Da hätte doch auch ein Kiosk gelangt!" Dem widersprach Robert Multrus (FW/UP) entschieden: "Ein Kiosk passt vielleicht ins Freibad, aber nicht zum Lokschuppen!"  Auch Bürgermeisterin Bauer schloss sich dem an: "Der Lokschuppen ist unter den Top 10 der Ausstellungshäuser Deutschlands, da reicht kein Kiosk!"

Schon länger Thema

Die Sanierungsarbeiten am Lokschuppen laufen bereits seit einer Weile. Im Januar des vergangenen Jahres setzte sich der Bauausschuss mit dem Anbau, der im Rahmen der Arbeiten entstehen soll auseinander. Diesem müssen insgesamt elf Bäume weichen. Im Juli wurde außerdem beschlossen, dass das Ausstellungszentrum statt einen Estrich- statt eines Natursteinbodens erhalten soll und überlegt, ob auch der Stadtjugendring einen Anschluss an die zentrale Kälteversorgung erhalten soll. Im November war schließlich eine Kostensteigerung von 300.000 Euro Thema.

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