28 illegale Syrer in einem Zug

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Rosenheim - Letzte Woche waren sie 59 in einem Zug, diesmal immerhin 28 - der Strom illegal eingereister Personen aus Syrien riss auch an diesem Wochenende nicht ab.

Die Bundespolizei in Rosenheim hat über das Wochenende (24./25. August) verteilt über 40 unerlaubt eingereiste Personen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet registriert. Herausragend ist dabei die Gewahrsamnahme von 28 syrischen Staatsangehörigen, die in einem Fernreisezug aus Italien unterwegs waren.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei stiegen die Syrer bereits in Verona in den EuroCity. Den Schleierfahndern war bei der Kontrolle auf Höhe Kiefersfelden schnell klar, dass für eine größere Gruppe in Rosenheim erst einmal Endstation sein müsste. Weder die 28 aus Syrien, darunter auch Minderjährige, noch ein 17-jähriger Afghane konnten sich den Raublinger Beamten gegenüber ausweisen. Die unerlaubt Eingereisten wurden mit mehreren Polizeifahrzeugen vom Bahnhof zur Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei gebracht. Dort konnten die Flüchtlinge von Freitag auf Samstag in einer Turnhalle untergebracht werden. Für die Übernachtung wurden Feldbetten bereitgestellt. Um die vorübergehende Versorgung kümmerte sich der verständigte Malteser Hilfsdienst.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Syrer an die zuständige Aufnahmestelle des Bundesamtes für Migration in München weitergeleitet. Die Bundespolizei geht aufgrund der Schilderungen einiger Flüchtlinge davon aus, dass es sich – wie bereits eine knappe Woche zuvor – um eine bezahlte Großschleusung handelte. Erst vergangenen Sonntag fand die Zugfahrt von 59 unerlaubt eingereisten Personen in Rosenheim ein Ende. Auch im zurückliegenden Fall stammten die meisten von ihnen aus Syrien. Die laufenden Ermittlungen konzentrieren sich laut Bundespolizei derzeit auf die unbekannten Schleuser, die für die organisierten Schlepperdienste verantwortlich sind.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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