Im Straßenverkehr: Kinder unberechenbar

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Viele Gefahren lauern für Kinder auf dem täglichen Schulweg, diese sollten Autofahrer durch umsichtiges Fahren eindämmen.

Rosenheim - In drei Tagen wieder heißt es wieder besonders vorsichtig zu fahren: Viele Abc-Schützen sind unterwegs und auf den Straßen unberechenbar:

Nach sechs Wochen Ferien heißt es für die Autofahrer in drei Tagen wieder, besonders vorsichtig zu fahren. Denn Abc-Schützen und Schüler, die vielleicht zum ersten Mal allein den Schulweg bewältigen müssen, sind morgens wieder auf den Straßen unterwegs und dort besonders gefährdet.

"Kinder sind unberechenbar, können ihr Verhalten sowie die Gefahren meist nicht richtig einschätzen und entscheiden sich oft im letzten Moment über die Straße zu flitzen", warnt der Rosenheimer Pressesprecher des Auto Club Europa (ACE), Dr. Marc Herzog. Treffen sie dann noch auf unausgeschlafene und gestresste Autofahrer, ist laut dem Vetrauensanwalt des ACE ein Unfall in vielen Fällen programmiert.

Häufig verhalten sich Kinder falsch beim Überqueren der Fahrbahn. Ohne nach rechts oder links zu schauen, kommen sie dann hinter parkenden Autos hervorgeschossen. "Geht der Freund oder die Freundin auf der anderen Straßenseite, kann man davon ausgehen, dass ein Kind spontan die Seiten wechselt", weiß Dr. Herzog. Deswegen ist auch bei Kindern, die unentschlossen am Straßenrand stehen und bei Fußwegen, die schlecht einsehbar sind, besondere Vorsicht angesagt.

Laut dem ACE-Verkehrsanwalt sind ab Donnerstag auch Kinder, die im Taxi "Mama" zur Schule gebracht werden, einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt. Das Anlegen des Gurtes, normgerechte Kindersitze und die Sicherung der Türen sollten ebenso selbstverständlich sein, wie eine angepasste Fahrweise. "Und lassen Sie die Kinder nie auf der Fahrbahnseite aussteigen", erinnert Dr. Herzog.

"Schulkinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, können gefährliche Situationen verursachen, wenn sie beispielsweise die Richtung nicht anzeigen, die Vorfahrt nicht beachten, beim Stopp-Schild einfach durchfahren oder Fehler beim Abbiegen begehen", zählt der Fachanwalt für Verkehrsrecht täglich lauernde Gefahren auf. Erst Buben und Mädchen ab einem Alter von etwa 14 Jahren seien in der Lage, den Straßenverkehr mit dem Fahrrad vollständig zu bewältigen. Deshalb liegt es vor allem an Autofahrern, Unfälle zu vermeiden. "Zu allererst Rücksicht nehmen, Geschwindigkeit anpassen und stets in Bremsbereitschaft sein, gehören dazu", sagt Dr. Herzog.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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